Mit Kamera, Farbdisplays und polyphonen Klingeltönen zum Erfolg

28. Februar 2003, 09:37
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Nokia Österreich-Geschäftsführer Tarveinen erwartet 2003 wieder Wachstum auf Österreichs Handymarkt - Verkauf soll durch neue Technologien angekurbelt werden

Nach einer Stagnation des österreichische Mobilfunkmarkts im abgelaufenen Jahr 2002 werden heuer wieder um fünf bis zehn Prozent mehr Handys abgesetzt werden, schätzt der Geschäftsführer von Nokia Österreich, Heikki Tarveinen. Vor allem Kamerahandys sowie Geräte mit polyphonen (vielstimmigen) Klingeltönen und Farbdisplays sollen das Wachstum ankurbeln. Nokia selbst hat 2002 in Österreich den Umsatz mit Handys und Netzwerken um 0,5 Prozent auf 370 Millionen Euro gesteigert.

Zahlen

2,5 Millionen Handys wurden in Österreich im Vorjahr verkauft, ähnlich viele wie 2001 berichtete Tarveinen. Nokia habe seinen Marktanteil dabei weiter gesteigert. Der Absatz von neuen Handys mit Zusatzfunktionen - wie etwa Kameras - sei in Österreich bereits im Weihnachtsgeschäft "sehr gut angelaufen". Neue mobile Services seien nun endlich "Realität". Wachstumstreiber seien vor allem die Bereiche Imaging (Fotos, MMS - Multimedia Messaging Services), Entertainment (Spiele, Musik - etwa polyphone Klingeltöne und MP3-Player), Businessanwendungen sowie "intelligentes mobiles Zubehör" (so genanntes "mobile enhancement") wie Überwachungskameras oder Bluetooth-Headsets.

Die Killerapplikation von Businessanwendungen werde das mobile E-Mail sein, meint Tarveinen. Die Zugpferde im Bereich Musik seien vor allem polyphone Klingeltöne und MP3-Player. Wichtig für den Erfolg der neuen Applikationen seien aber die Preise, die einfache Bedienbarkeit und die Kompatibilität mit Netzen des Mitbewerbs (Interoperabilität). "Fast alle neuen Nokia-Handys haben ein Farbdisplay und polyphone Klingeltöne und sind MMS-fähig", so Tarveinen.

Optimismus

Über die anstehende Einführung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) gibt sich Tarveinen optimistisch: "UMTS funktioniert, kommt und wird "business as usual" sein". Nokia habe weltweit bereits 10.000 UMTS-Handys ausgeliefert, in Österreich sollen die ersten Handys der dritten Generation im zweiten Quartal 2003 auf den Markt kommen.

Druchdrungen

Die Mobilfunkpenetration, die in Österreich bereits bei über 80 Prozent liegt, werde 2004 auf über 100 Prozent steigen, da der Trend zum Zweit- und Dritthandy immer stärker werde, prognostiziert Tarveinen. Negative Auswirkungen der anhaltenden Konjunkturflaute auf den Mobilfunksektor erwartet Tarveinen nicht: Kommunikation sei so zentral und gehöre so stark zum Alltag, dass niemand darauf verzichten wolle.

Weltweit rechnet Nokia bis zum Ende des Jahrzehnts mit einem Anstieg von derzeit 1 Milliarde Handys auf 2 Milliarden Handys. 2002 wurden weltweit 405 Millionen Mobiltelefone abgesetzt. Nokia hatte davon 152 Millionen Handys verkauft und einen Marktanteil von 38 Prozent erreicht. (APA)

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