Opera sieht Smartphones als Zukunftsmarkt

28. Februar 2003, 18:00
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Browser wird zentraler Teil des Mobiltelefons

Der norwegische Browser-Hersteller Opera sieht in den Smartphones seinen Zukunftsmarkt. "Es gibt 500 Millionen PCs und dieser Markt ist besetzt. Dagegen es sind bereits mehr als eine Milliarde Handys im Umlauf und es werden immer mehr", so Pal Hvistendahl, Communications Director des Softwareunternehmens. "Der Browser wird ein zentraler Teil eines jeden Handys." Die Symbian OS-Version des Browsers wurde erstmals zusammen mit Sony Ericsson auf dessen Smartphone P800 implementiert. Diese Kombination wurde auch auf dem 3GSM World Congress 2003 präsentiert. Als nächstes ist eine Downloadversion für das Nokia 3650 geplant. Langfristig hofft Hvistendahl, dass Opera-Browser auf jedem Smartphone implementiert werden.

Angebot

Das Softwareunternehmen will dazu seinen Browser sowohl Mobilfunkanbieter und Geräteherstellern als auch Endkunden anbieten. Opera hatte im vergangenen Jahr seinen Smartphone-Browser mit spezieller Rendering-Technologie für kleine Schirme angekündigt, die Entwicklungsarbeiten begannen allerdings schon viel früher. Der Browser ist voll HTML-fähig und ist nicht auf Technologien wie WAP angewiesen, obwohl auch dieser Standard unterstützt wird. Dadurch kann der Browser auf alle Internetangebote zugreifen.

Rendering

Die eigentliche Stärke des Browsers liegt allerdings in der Darstellung von Webpages, die speziell auf die kleinen Displays von Handys abgestimmt wurde. Um sich die Website anzusehen, muss der Benutzer nicht seitwärts scrollen sondern nur nach unten. Damit kann der Benutzer die Software mit einer Hand bedienen. Bildelemente werden für höhrer Geschwindigkeit beim Seitenaufbau verkleinert oder vollständig ausgefiltert. Der Browser benötigt noch 1MB Speicherplatz, allerdings arbeitet Opera nach den Worten von Hvistendahl daran, das Softwarepaket noch weiter abzuspecken. Die Small Screen Rendering-Technologie ist auch in die jüngste Desktopversion des Browsers, Opera 7, integriert. Das Softwareunternehmen will Entwicklern damit die Chance geben, ihre Webseiten für Handy-Displays anzupassen.

Multi-Plattform

"Der Browser unterstützt sowohl Symbian OS als auch Linux-Plattfomen", so Hvistendahl. Die Norweger, die seit langem einen schwelenden Konflikt mit Microsoft ausfechten, wollen allerdings ihren Browser nicht auf Microsofts Windows CE für Smartphones portieren. (pte)

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