Von Stanford an die Uni Innsbruck

7. November 2008, 14:28
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Astrophysiker Olaf Reimer wird im April an das Institut für Astro- und Teilchenphysik wechseln

Innsbruck - Der deutsche Astrophysiker Olaf Reimer wird mit April kommenden Jahres von der amerikanischen Eliteuniversität Stanford an das Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck wechseln, teilte die Uni am Freitag mit. Reimer beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung von energiereicher kosmischer Gammastrahlung. Rätsel gibt beispielsweise nach wie vor ihre Herkunft auf.

Reimer nach Innsbruck zu holen, sei eine Grundsteinlegung, um aus dem Standort Innsbruck ein Zentrum für Astrophysik und Teilchenphysik zu machen, sagte Rudolf Grimm, Institutsleiter der Experimentalphysik. Der Wissenschaftler werde Österreich beispielsweise in die europäische Forschungskooperation H. E. S. S., kurz für High Energy Stereoscopic System, einbringen. Dabei handelt es sich um ein System von Teleskopen zur Messung von kosmischer Gammastrahlung, benannt nach dem Entdecker dieser Strahlung Viktor Hess. Hess erhielt dafür im Jahr 1936 den Nobelpreis.

Unterstützung

Der gebürtige Berliner Reimer arbeitete unter anderem für die NASA, am Max-Planck-Institut in Garching bei München für extraterrestrische Physik und zuletzt als Institutsmitglied in Stanford. Der 43-jährige Wissenschaftler ist mit der ebenfalls aus Deutschland stammenden Astrophysikerin Anita Reimer verheiratet. Sie wird gemeinsam mit ihrem Mann an die Universität Innsbruck wechseln. Wissenschaftsminister Johannes Hahn habe den Wunsch der Universität, Reimer nach Innsbruck zu holen, sehr unterstützt, erklärte Grimm. Er habe ermöglicht, dass auch Anita Reimer nach Innsbruck wechseln konnte.

Die Berufung von Reimer an die Universität Innsbruck sei eine Bereicherung für die Uni Innsbruck, aber auch für den Forschungsstandort Österreich insgesamt, sagte Hahn dazu in einer Aussendung. Seine internationale Reputation und sein hervorragender Ruf heben die Universität Innsbruck mit einem Schlag in die Weltspitze der Astroteilchenphysik, erklärte der Wissenschaftsminister. (APA)

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