Prager-Börse-Erwerb fix

7. November 2008, 12:17
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Freitag Vormittag wurden die Verträge unterschrieben

Wien/Prag  - Die Wiener Börse erwirbt 92,4% an der Börse Prag und wird damit - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden - neuer Mehrheitseigentümer. Die entsprechenden Verträge wurden Freitag Vormittag in Prag unterzeichnet. "Die Börse Prag ist für uns ein wichtiger Partner und stärkt die bereits bestehende Börsen-Achse Budapest-Laibach-Wien", kommentiert Michael Buhl, Vorstand der Wiener Börse AG, den Anteilserwerb. "Wir sehen uns als partnerschaftlicher Langzeitinvestor und werden in den kommenden Wochen und Monaten in Abstimmung mit dem Management der Börse Prag die Details unserer Zusammenarbeit fixieren", erläutert Buhl weiter.

Die Börse Prag zählt zu den größten Börsen in Zentral- und Osteuropa. Per Ende September 2008 waren 29 Unternehmen notiert, die gesamte Marktkapitalisierung lag bei knapp 40 Mrd. Euro. Der durchschnittliche monatliche Handelsumsatz im heurigen Jahr kommt auf 2,77 Mrd. Euro (Einzelzählung).

Mit dem Zuschlag für die Börse Prag erwirbt die Wiener Börse die dritte Beteiligung an einer zentral- und osteuropäischen Börse. Gemeinsam mit der Oesterreichischen Kontrollbank hält sie 68,8 % an der Börse Budapest, im Juni des heurigen Jahres kaufte sie einen 81,01 %-Mehrheitsanteil an der Börse Laibach. Darüber hinaus bestehen - auch ohne kapitalmäßige Verschränkung - enge Kooperationen mit zahlreichen Börsen in der Region, allen voran mit Bukarest, Sarajewo und Banja Luka. (red)

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