Vorgezogene Porr-Kapitalerhöhung

7. November 2008, 09:45
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Aufstockung für "bestmögliche Rahmenbedingungen im derzeitigen schwierigen Marktumfeld"

Der Baukonzern Porr macht nun ernst mit seiner geplanten Kapitalerhöhung, mit der nach früheren Angaben "sichergestellt werden soll, dass die Gesellschaft bestmögliche Rahmenbedingungen im derzeitigen schwierigen Marktumfeld vorfindet".

Der Vorstand soll durch eine außerordentliche Hauptversammlung am 27. November ermächtigt werden, das Grundkapital im aktienrechtlich größtmöglichen Umfang von 50 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erhöhen und im Falle von Sacheinlagen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Danach findet auch noch eine gesonderte Versammlung der Vorzugsaktionäre statt.

Konkret soll das Porr-Grundkapital um bis zu Nominale 7,208.236,74 Euro durch Ausgabe von bis zu 991.875 Aktien erhöht werden, geht aus der Einladung zur ao HV im "Amtsblatt" der "Wiener Zeitung" von Freitag hervor. Zugleich soll ein früher genehmigtes Kapital widerrufen werden, nämlich der HV-Beschluss von Ende Mai über eine Porr-Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage von Aktien an der Teerag-Asdag AG.

Ursprünglich hatte Porr eine Kapitalaufstockung erst für Frühjahr 2009 angestrebt. Am 29. Oktober entschloss sich der Aufsichtsrat aber, das Vorhaben gleich in Angriff zu nehmen und eine ao HV einzuberufen.

Aktuell notieren die Porr-Stämme bei 139 Euro. Erst vorige Woche sind die Aktien noch auf den Jahrestiefststand von 115 Euro gelegen.

Im 1. Halbjahr hatte es Porr auf eine Konzernleistung (mit Arbeitsgemeinschaften) von 1,47 Mrd. Euro gebracht, die Umsätze kletterten auf 1,15 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr strebt die Porr nach Angaben von August 3,1 Mrd. Euro Produktionsleistung an. (APA)

 

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