Obama will Allianz der USA mit Südkorea verstärken

7. November 2008, 07:25
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"Eckpfeiler für Frieden und Stabilität in Asien" - Südkoreanischer Präsidenten Lee Myung Bak nimmt an Finanzkrisen-Gipfel teil

Seoul - Der künftige US-Präsident Barack Obama will im Bemühen um die atomare Abrüstung des kommunistischen Nordkoreas eng mit Südkorea zusammenarbeiten. Zugleich habe Obama dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak am Telefon versprochen, die Allianz beider Länder weiter verstärken zu wollen, teilte das Präsidialamt in Seoul am Freitag mit. Obama habe die Beziehungen zu Südkorea als "Eckpfeiler für Frieden und Stabilität in Asien" bezeichnet. Beide Staatschefs hätten sich außerdem auf eine enge Kooperation beim Umgang mit der globalen Finanzkrise geeinigt.

Sechs-Parteien-Gespräche

Die künftige Ausrichtung der Nordkorea-Politik Washingtons nach dem Sieg des Demokraten Obamas bei der US-Präsidentenwahl gilt in Südkorea neben Handelsfragen besondere Aufmerksamkeit. Obama hatte während des Wahlkampfes angedeutet, prinzipiell auch zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il bereit zu sein. Zusammen mit Südkorea und anderen Ländern bemühen sich die USA derzeit im Rahmen der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche, Nordkorea zum kompletten Abbau seiner umstrittenen Nuklearaktivitäten zu bewegen.

Obama antwortete nach Angaben des Präsidialamts in Seoul auf die Glückwünsche Lees zu seinem Wahlsieg, dass er ein "großer Bewunderer" Südkoreas sei. Beide Staatschefs hätten sich darauf verständigt, sich so früh wie möglich zu treffen. Zwei Tage nach seinem Wahlsieg nahm Obama mit Lee und einer Reihe anderer Staats- und Regierungschefs Kontakt auf.

Lee wird am Finanzkrisen-Gipfel der G20-Gruppe am 14. und 15. November in Washington teilnehmen. Es wird erwartet, dass Obama die Gelegenheit nutzt, persönlich mit den Staats- und Regierungschefs zusammenzutreffen. Bislang ist allerdings offen, ob der künftige Präsident im vollen Umfang an dem Treffen teilnehmen wird. (APA/dpa)

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