
Nett, aber trostlos: Taubmann (li.) und Feurstein.
Wieso ausgerechnet ein "Betroffenheitsjournalist" wie Christoph Feurstein die Österreich-Premiere des neuen James Bond moderierte, fragte sich Mittwochabend so mancher der 1000 geladenen Gäste in der Wiener Millennium City. Und auch Feurstein selbst hatte sich Gedanken gemacht: "Vielleicht, weil ich als Spezialist für traumatisierte Menschen gelte."
Freilich: Österreich ist zu irrelevant, um Bond-Darsteller Daniel Craig selbst zur Landespremiere zu locken. So begnügte man sich mit dem Assistenten des Bösewichts, Anatole Taubmann. Doch auch der charmant seine Austro-Wurzeln strapazierende Schweizer konnte nicht darüber hinwegtrösten, dass der (laut Plot) traumatisierte Bond dieses Jahrtausends mit dem elitären Lebemann und dessen verspieltem Waffen- und Technikarsenal von einst nur mehr die Doppelnull teilt.
Einen Trauma- statt eines Bohèmespezialisten als Moderator zu wählen war da geradezu zwingend. So wie die Wahl des Premierenkinos: Denn der neue Bond verstrahlt exakt so viel Flair und Mondänität wie der Ort der Präsentation: ein Multiplex in einer Shoppingmall. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD - Printausgabe, 7. November 2008)
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Man tat (erfolgreich) so, als wäre der Sandstrand hier tatsächlich 14 Kilometer lang und der Donaukanal das Mittelmeer
. . . wahrscheinlich hat er endlich gecheckt, daß die Kampuschgeschichte jetzt endgültig komplett ausgeschlachtet ist! Aber ich freu mich nicht zu früh, dem fällt sicher wieder irgendwas ein, wie man die Kampusch wieder ins Scheinwerferlicht holen kann, und er sich selbst darin sonnt!
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