Diversion für Elsner-Zeugen

6. November 2008, 17:35
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Im Rahmen der von der Behörde vorgeschlagenen Diversion hat Elsner-Schwiegersohn Karl Kinsky nun eine Geldbuße bezahlt - und erspart sich so einen Prozess

Wien - Während seine Schwiegereltern Ruth und Helmut Elsner nächsten Dienstag eine Pressekonferenz geben (Thema: Bawag-Verfahren im Lichte der Finanzkrise; H. Elsner wird nicht anwesend sein, dafür seine beiden Strafverteidiger), hat Karl Kinsky seine Probleme aus selbigem Verfahren am 20. Oktober diskret erledigt. Er hatte im Bawag-Prozess Ende Mai gleichsam auf Anregung Elsners als Zeuge unter Wahrheitspflicht ausgesagt.

Er erzählte, auf Vermittlung von Investor Wolfgang Flöttl in London gearbeitet zu haben, mit Flöttl selbst (der hatte damals schon eine Milliarde Euro der Bawag verspekuliert) aber nur privat verkehrt zu haben. Flöttl legte daraufhin Unterlagen vor, die das Gegenteil nahelegten.

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen falscher Zeugenaussage ein (Strafdrohung: bis zu drei Jahre).  Im Rahmen der von der Behörde vorgeschlagenen Diversion hat Kinsky nun eine Geldbuße bezahlt - und erspart sich so einen Prozess. (Renate Graber, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.11.2008)

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    Karl Kinsky

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