Petroplus rutscht in rote Zahlen

6. November 2008, 17:16
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Grund ist der sinkende Ölpreis. Der Reinverlust betrug 445,6 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 67,8 Millionen im Jahr davor

Zürich - Der größte europäische Raffineriebetreiber Petroplus ist nach einer Gewinnexplosion im zweiten Quartal im dritten Quartal in die rote Zahlen gerutscht. Grund ist der sinkende Ölpreis. Der Reinverlust betrug 445,6 Mio. Dollar (349 Mio. Euro). Vor einem Jahr hatte Petroplus noch 67,8 Mio. Dollar Gewinn gemacht.

Auch beim Betriebsergebnis (EBIT) musste Petroplus am Donnerstag einen Quartalsverlust von 471 Mio. Dollar bekanntgeben, der einem Gewinn von 95,8 Mio. Dollar im Vorjahr gegenübersteht. Das Betriebsergebnis beeinflussten allerdings mehrere Akquisitionen sowie diverse Sondergewinne und -verluste.

Petroplus machte keine detaillierten Angaben zu Umsatz- und Ertragserwartungen für das Geschäftsjahr 2008. Für 2009 geht die Firmenführung von einem durchschnittlichen Rohölpreis von 80 Dollar pro Fass aus. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) nur rund 65 Dollar.

Die Geschäftsleitung rechnet angesichts der Konjunkturlage mit einer geringeren Nachfrage nach Ölprodukten, speziell in den USA, wie Verwaltungsratspräsident Thomas O'Malley in einer Telefonkonferenz sagte. Das Unternehmen plane daher auch nur moderate Investitionen.

Die seit November 2006 an der Schweizer Börse kotierte Firma besitzt sieben Raffinerien in Europa, darunter jene in Cressier NE. Nach eigenen Angaben verarbeitet Petroplus durchschnittlich 864.000 Fass Rohöl am Tag. (APA)

 

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