Umstieg auf gesunde Lebensweise senkt Herzinfarktrisiko massiv

7. November 2008, 01:10
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Den größten Erfolg brachte ein verringerter Cholesterinwert

London  - Wer von einer ungesunden zu einer gesünderen Lebensweise wechselt, kann sein Risiko für den Herzinfarkttod mehr als halbieren. Britische Forscher hatten vier Gesundheitsfaktoren bewertet: Den größten Erfolg habe ein verringerter Cholesterinwert gebracht, gefolgt von dem Verzicht auf das Rauchen. Ferner betrachteten sie Blutdruck- und Blutzuckersenkung. Idealwerte hätten die Teilnehmer der Studien gar nicht erreichen müssen, um das Risiko, an Herzinfarkt zu sterben, um 57 Prozent zu senke

Die Forschergruppe um Mika Kivimäki vom University College London hatte 17.186 britische männliche Beamte im Alter von 40 bis 60 Jahren beobachtet und die Häufigkeit verglichen, mit der diese innerhalb von 15 Jahren an koronarer Herzkrankheit starben. Wer die vier genannten Risikofaktoren schon von Kindheit an meidet, verringert sein Risiko für den Herzinfarkttod sogar um etwa drei Viertel. Die Ergebnisse präsentieren die Forscher im britischen Journal "The Lancet" vom kommenden Samstag.

Nach Angaben der Forscher reicht es bereits aus, nicht zu rauchen und seinen Blutdruck leicht in Richtung des optimalen Wertes zu senken - um zehn Millimeter Quecksilbersäule. Zudem sollten Cholesterin- und Blutzuckerspiegel bei Nichtdiabetikern leicht reduziert werden - um zwei und ein Millimolar.

73 Prozent geringeres Risiko

Diejenigen, die niemals geraucht hatten und Idealwerte für Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker aufwiesen, hatten laut Studie sogar ein um 73 Prozent geringeres Risiko für den Tod durch Herzinfarkt. Hier habe das Nichtrauchen den größten Einfluss, schreiben die Forscher.

Die sogenannte Whitehall-Studie hatte bereits gefunden, dass Männer in niedrigen Einkommensschichten ein über dreifach höheres Risiko besitzen, an Herzinfarkt zu sterben als beispielsweise Verwaltungsleiter. Kivimäkis Forschergruppe ermittelte nun hingegen ein um nur zehn Prozent höheres Risiko. Voraussetzung war, dass die Repräsentanten beider Gruppen aufs Rauchen verzichteten sowie ihren Blutdruck und Cholesterinspiegel senkten. (APA/dpa)

 

 

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