Preis-Frotzelei an Tankstellen: Kritik von Autofahrerklubs

6. November 2008, 14:57
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Preise an den Anzeigetafeln weichen von Preisen an den Zapfsäulen ab - Gegen Wochenende wird Sprit immer teurer

Wien - Irreführung und Frotzelei der Autofahrer an den Tankstellen haben am Donnerstag ÖAMTC und ARBÖ kritisiert. Verärgerte Autofahrer hätten bei den Autofahrerklubs angerufen und sich beschwert, dass die Preise an den Anzeigetafeln von denen an den Zapfsäulen abweichen, und das zum Nachteil der Kraftfahrer.

Manche Tankstellen hätten sogar unterschiedliche Preise für dasselbe Produkt, weil Selbstbedienungs- und Bedienungszapfsäulen nebeneinander stehen. "In dem Moment, wo man an einer 'bedienten Zapfsäule' steht, zahlt man schon den höheren Preis. Auch wenn man sein Auto selbst betankt", kritisiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftlerin Elisabeth Brandau.

Auch vom ARBÖ kommt scharfe Kritik. So habe ein Autofahrer bemängelt, dass an der Straßenanzeige ein Dieselpreis von 1,069 Euro ausgeschildert gewesen sei, an der Kasse habe er aber 1,124 Euro pro Liter berappen müssen. Die Tankwartin habe sich hinter Unwissenheit verschanzt. Der Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, Ralf Hasler, schloss Irreführung nicht aus. Solche Übertretungen würden mit Verwaltungsstrafen bis 1.450 Euro belegt. Der ARBÖ erwarte, dass die Behörden in solchen Fällen aktiv werden.

Intransparent weil unlesbar würden die Preise an manchen Tankstellen in den Abendstunden. Dort werde einfach die Leuchtanzeige nicht eingeschaltet, auch wenn geöffnet ist. Außerdem könne man beobachten, dass am Wochenbeginn der Sprit billiger ist als gegen das Wochenende zu. Und in der Früh ist Tanken ebenfalls günstiger, so der ÖAMTC. (APA)

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