Premiere beschert Murdoch-Konzern Gewinneinbruch

6. November 2008, 13:00
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Der Sender hatte vor einigen Wochen drastisch überhöhte ausgewiesene Abozahlen einräumen müssen - Gewinnprognose gesenkt

Die Beteiligung am Bezahlsender Premiere hat der News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch einen Gewinneinbruch beschert. Die News Corp. verdiente in ihrem Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal mit 515 Mio. Dollar fast 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg dagegen um gut sechs Prozent auf 7,51 Mrd. Dollar (5,84 Mrd. Euro).

Rückgang des operativen Gewinns um mehr als zehn Prozent

Für das laufende Geschäftsjahr warnt der US-Konzern nun wegen der allgemeinen Wirtschaftsschwäche vor einem Rückgang des operativen Gewinns um mehr als zehn Prozent. Bisher rechnete News Corp. mit einem Plus von bis zu sechs Prozent. Multi-Milliardär Murdoch kündigte am Mittwochabend in New York Kostensenkungen an. Die Aktie verlor nachbörslich stark.

Zur News Corp. gehören neben Zeitungen wie der Londoner "Times" und dem "Wall Street Journal" (WFJ) unter anderem die Fox-Fernsehsender, das Hollywood-Studio Twentieth Century Fox und das Online-Netzwerk MySpace.

Premiere brachte News Corp. vor allem durch Abschreibungen auf den Anteil von 25 Prozent Verluste von 447 Mio. Dollar ein. Der Sender hatte vor einigen Wochen drastisch überhöhte ausgewiesene Abozahlen einräumen müssen. Murdoch greift seither bei Premiere durch und besetzte die Führungsriege neu.

"Stirb Langsam 4.0"

Der operative Gewinn der News Corp. sank im vergangenen Quartal um neun Prozent auf 953 Mio. Dollar. Die TV-Sender erzielten auch angesichts der Olympia-Berichterstattung der Konkurrenz weniger Werbeeinnahmen. Das Filmgeschäft des Studios Twentieth Century Fox konnte nicht an die Vorjahreserfolge von Hits wie dem "Simpsons"-Film und "Stirb Langsam 4.0" heranreichen.

Im Internet-Bereich Fox Interactive Media mit MySpace als wichtigstem Erlösbringer verlangsamte sich das Wachstum deutlich. Die Umsätze legten hier um 17 Prozent zu. Im vergangenen Geschäftsjahr waren sie noch um 57 Prozent gestiegen. (APA/dpa)

 

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