Martin Grafs Fußballverein wehrt sich: "Opfer politischer Aggression"

6. November 2008, 13:09
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Drei Spielerinnen hatten sich beschwert, dass sie nach Kritik am FPÖ-Politiker Martin Graf, der Präsident des FC-Hellas Kagran ist, aus dem Verein ausgeschlossen wurden

Ende Oktober übte eine Spielerin des FC Hellas Kagran Kritik am FPÖ-Politiker Martin Graf, der auch Präsident des Wiener Fußballvereins im 22. Bezirk ist. Der Vorwurf: Graf habe eine FPÖ-Wahlkampfkundgebung während des regulären Trainingsbetriebes durchgeführt (derStandard.at berichtete). Sie und zwei weitere Spielerinnen wurden daraufhin aus dem Verein ausgeschlossen.

Nun wehrt sich der Verein. Man sei "Opfer politischer Aggression". Die drei betroffenen Spielerinnen seien Mitglieder der SLP (Sozialistische Linkspartei) und hätten "Unwahrheiten verbreitet".

In einer Aussendung heißt es: "Die von den drei Spielerinnen losgetretene negative Berichterstattung in Radio und Presse über den Verein, hat ein Ausmaß angenommen, das für den Verein des FC Hellas-Kagran nicht mehr länger tragbar gewesen ist. Darüberhinaus haben Sponsoren schriftlich den Rückzug infolge der öffentlichen Agitation der Spielerinnen gegenüber dem Vorstand des Vereines bekanntgegeben. Sponsoren und fördernde Mitglieder wurden und werden von Aktivisten der SLP und den Spielerinnen bedrängt. Damit der laufende Betrieb nicht gefährdet ist, sah sich der Obmann nach Rücksprache mit den zuständigen Funktionären und Vorstandsmitgliedern gezwungen zu handeln. Wegen Gefahr im Verzug wurden die 3 Spielerinnen mit Wirkung 27.Oktober 2008 vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert."

Die Spielerinnen jedenfalls halten an der Kritik fest. Sie haben einen Weblog angelegt (http://www.hellasohnegraf.blogspot.com), auf dem sie festhalten: "Wir geben Hellas Kagran nicht kampflos auf!". (red, derStandard.at, 6.11.2008)

  • Der Verein sagt, die Spielerinnen hätten "Unwahrheiten verbreitet".
    foto: privat

    Der Verein sagt, die Spielerinnen hätten "Unwahrheiten verbreitet".

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