Außenhandelsüberschuss schmilzt rapide dahin

6. November 2008, 11:11
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Zwischen Jänner und August betrug das Aktivum nur noch rund sieben Millionen Euro, zum Halbjahr waren es noch 500 Millionen Euro gewesen

Wien  - Der Überschuss, den Österreich im internationalen Warenaustausch erwirtschaftet, schmilzt zusehends dahin: In den ersten acht Monaten 2008 betrug das Außenhandelsaktivum nur noch magere 7 Mio. Euro - zum Halbjahr, also nur zwei Monate davor, waren es noch 500 Mio. Euro gewesen. Die Einfuhren stiegen mit einem Zuwachs von 6,4 Prozent auf 79,113 Mrd. Euro kräftiger als die Ausfuhren. Die Exporte legten gegenüber der Vorjahresperiode um nur 5,4 Prozent auf 79,120 Mrd. Euro zu, geht aus den vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria hervor.

Die Handelsbilanz mit der Europäischen Union ist mit einem Defizit von 1,162 Mrd. Euro negativ. Aus den Mitgliedstaaten der EU bezog Österreich im Berichtszeitraum Waren im Wert von 58,444 Mrd. Euro - das waren um 4,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug nur 57,282 Mrd. Euro (plus 5,3 Prozent).

Im Außenhandel mit Drittstaaten erwirtschaftete Österreich dafür ein Aktivum von 1,169 Mrd. Euro. Die Importe dorthin sanken um 11,4 Prozent auf 20,669 Mrd. Euro, die Exporte stiegen um 5,8 Prozent auf 21,838 Mrd. Euro.

Schwarzer August

Im August verstärkte sich der für Österreich negative Trend: Das Außenhandelsdefizit erreichte den vorläufigen Zahlen zufolge 363 Mio. Euro. Einfuhren im Wert von 8,514 Mrd. Euro (minus 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) standen Ausfuhren von 8,151 Mrd. Euro (minus 5,1 Prozent) gegenüber.

Das Passivum der Warenverkehrsbilanz mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union betrug 295 Mio. Euro. Aus der EU bezog Österreich im August Waren im Wert von 6,074 Mrd. Euro; Waren im Wert von 5,779 Mrd. Euro wurden in diese verschickt. Gegenüber August 2007 verringerten sich die Eingänge aus den EU Ländern um 6,2 Prozent, die Versendungen um 5 Prozent.

Doch auch im Warenaustausch mit den Drittstaaten verzeichnete Österreich ein Defizit von 67 Mio. Euro. Die Importe betrugen 2,440 Mrd. Euro (plus 1,9 Prozent), die Exporte verringerten sich dagegen um 5,4 Prozent auf 2,373 Mrd. Euro. (APA)

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