Hoffnung und Sorge wegen neuer US-Nahost-Politik

6. November 2008, 10:54
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Livni: Dialog mit Iran könnte zu dieser Zeit als Botschaft der Schwäche interpretiert werden - Teheran hofft auf neue US-Außenpolitik

Tel Aviv - Die iranische Regierung erwartet unter dem künftigen Präsidenten Barack Obama eine neue Außenpolitik der USA. Teheran hoffe, dass Obama das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten verbessere und Invasionen fremder Länder verhindere, sagte Regierungssprecher Gholam Hossein Elham laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA am Mittwochabend.

Livni warnt vor direkten Gesprächen mit dem Iran

Israel hat indessen den künftigen US-Präsidenten Barack Obama vor direkten Gesprächen mit der Führung in Teheran gewarnt. "Ich glaube, dass ein Dialog zu dieser Zeit als Botschaft der Schwäche interpretiert werden könnte", sagte die israelische Außenministerin Zipi Livni am Donnerstag dem israelischen Rundfunk. Im Atomstreit mit dem Iran forderte Livni zugleich eine Verschärfung der internationalen Sanktionen. Israel wolle deshalb schon jetzt den Dialog mit der künftigen US-Regierung unter Obama beginnen.

Livni äußerte sich unmittelbar vor Ankunft von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Israel. Rice will noch am Nachmittag mit dem amtierenden israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert sprechen. Am Freitag wird sie bei der Palästinenserführung in Ramallah erwartet.

Zum Team des künftigen US-Präsidenten Obama gehören zahlreiche Nahost-Experten wie Dennis Ross, die sich bereits zu Zeiten des ehemaligen demokratischen Präsidenten Bill Clinton um eine Aussöhnung von Israel und den Palästinensern bemüht hatten. (APA/dpa)

 

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