Ebners Sohn bemühte sich in Mali um Freilassung

5. November 2008, 20:37
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Lösegeld soll geflossen sein - Außenministerium dementiert

Wien - Bei den Bemühungen um die Freilassung der beiden Sahara-Geiseln Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber hat auch der Sohn Ebners eine Rolle gespielt. Bernhard Ebner war im Oktober nach Mali gereist und dort mit dem Staatspräsidenten Amadou Toumani Toure zusammen getroffen, sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Mittwoch.

Toure habe Ebner demnach versprochen, er werde alles in seiner Macht stehende tun, um seinen Vater und dessen Lebensgefährtin Andrea Kloiber freizubekommen. Die Reise Ebners sei mit dem Außenministerium abgesprochen gewesen, so wie auch die ganzen Bemühungen um die Freilassung zwischen der Familie der beiden Sahara-Touristen und dem Ministerium koordiniert gewesen seien.

Dass auch Lösegeld bezahlt worden sei, dementierte Launsky-Tieffenthal. Eine humanitäre Lösung sei von Beginn an angestrebt worden. "Es ist kein Lösegeld bezahlt worden. Das war von Anfang an die Vorgabe von der Regierung", so der Außenamts-Sprecher. "Deswegen hat es ja auch so lange gedauert", fügte er hinzu. Hätte man den Entführern etwas bezahlen wollen, wären die beiden Salzburger schließlich um einiges schneller freigekommen und nicht achteinhalb Monate gefangen gewesen. (APA)

 

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