Ex-Geiseln präsentierten sich zum ersten Mal den Medien

5. November 2008, 20:35
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Keine Fragen zugelassen - Ebner schilderte stichwortartig Chronologie der Ereignisse

Salzburg - Die beiden Ex-Sahara-Geiseln Andrea Kloiber (44) und Wolfgang Ebner (51) haben sich am Mittwochabend zum ersten Mal öffentlich den Medien gestellt. Ebner gab dabei stichwortartig eine Chronologie der Ereignisse - angefangen vom Tag der Entführung bis zu ihrer Freilassung. Fragen seitens der Journalisten durften nicht gestellt werden.

Er wisse nicht, ob Lösegeld geflossen sei oder nicht, sagte Ebner. Der Leiter der Befreiungsaktion habe ihm berichtet, die Freilassung sei "sehr schwierig" gewesen. "Man soll schauen, dass man diesen Terroristen Einhalt gebietet. Der Staat darf sich nicht erpressen lassen. Wir sollen uns frei bewegen können. Wir Österreicher sind verpflichtet, allen zu helfen. Wenn beispielsweise Halbschuhtouristen in den Bergen verunglücken, wird ihnen auch geholfen. Ich leiste da ja auch einen Beitrag ", sagte Ebner.

Ebner: "Ich bin stolz, Österreicher zu sein." Denn was die Bundesregierung - allen voran das Außen-, Verteidigungs- und Innenministerium - im Hintergrund getan habe, "ist weit mehr, als ein anderes Land tun würde". Sie alle hätten in einer extrem schwierigen Situation - Bürgerkrieg in Mali - sich so für ihr Leben eingesetzt, betonte Ebner. "Einzigartige Leute haben sich eingesetzt und haben für uns solche Gefühle entwickelt." (APA)

 

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