Pariser Literaturherbst: "Prix Medicis" an Jean-Marie Blas de Robles

5. November 2008, 16:10
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Auszeichnungen auch an Alain-Claude Sulzer und Cecile Guilbert

Paris - Der renommierte französische Literaturpreis "Prix Medicis" geht in der Kategorie französischsprachige Literatur an Jean-Marie Blas de Robles in diesem Jahr für seinen Roman "Ce que nous avons eu de meilleur", teilte die Jury am Mittwoch mit.

Der 1954 in Algerien geborene Blas de Robles beschreibt in seinem Roman die Geschichte des Franzosen Eleazard von Wogau, der sich als Schriftsteller und Journalist in Brasilien mit dem Leben des deutschen Jesuiten Athanasius Kircher beschäftigt. Dieser war als Universalgelehrter eine Art Leonardo da Vinci des 17. Jahrhunderts. Darum erzählt der Autor auf rund 800 Seiten von den Erlebnissen und Problemen seiner Hauptfigur von Wogau im heutigen Brasilien. Mit dem Roman ist Blas de Robles auch für den begehrtesten französischen Literaturpreis, den "Prix Goncourt", nominiert.

Der Schweizer Alain-Claude Sulzer bekam die Auszeichnung in der Kategorie fremdsprachige Literatur für sein Werk "Ein perfekter Kellner". Sulzer, 1953 in Basel geboren, erzählt darin die Geschichte eines schwulen Kellners, der sich in den 30er Jahren an seinem Arbeitsplatz in einem vornehmen Hotel in einen Neuankömmling verliebt.

Den zusätzlich vergebenen Essay-Preis erhielt Cecile Guilbert für "Warhol spirit". (APA/dpa)

 

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