Viele Blessuren durch Ballsport

5. November 2008, 16:10
1 Posting

11.000 Österreicher verletzten sich 2007 beim Ballsport in der Halle - Die meisten Verletzungen beim "Hobbykickerl"

Wien - Rund 11.000 Ballsportler haben sich im Jahr 2007 in Österreich dermaßen schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Am öftesten traf es dabei die Fußballer, die sich beim "Hobbykickerl" Sehnen oder Muskel zerrten. Fast ein Drittel zog sich aber auch Knochenbrüche zu. Mehr als 80 Prozent der Verletzten waren jünger als 30 Jahre, erhob das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Knieverletzungen am häufigsten

"Am häufigsten betrafen die Verletzungen das Knie - verursacht durch Zusammenstöße mit anderen Spielern oder eine akute Fehl- oder Überbelastung. Auch Hautabschürfungen treten oft auf", berichtete Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Neben Hallen mit üblichen Böden gibt es mittlerweile auch Fußballhallen mit Kunstrasenbelag und Gummigranulat. Das Spielfeld wird von etwa einen Meter hohen Banden begrenzt und nach oben hin mit Netzen umspannt. Zwar ist die Bodenbeschaffenheit in diesen speziellen Fußballhallen besser als in normalen Sporthallen - Banden und Netz sind jedoch Gefährdungsstellen.

Risikofaktor Boden

Doch auch andere Ballbehandlungsmethoden können gefährlich sein: Beim Volleyball zählte das KfV im Vorjahr 2.700 Verletzte, beim Handball waren es 1.800, beim Basketball 600 Personen, die nach Zweikämpfen, Stürzen oder Fehlauftritten nach Sprüngen das Krankenhaus aufsuchen mussten. "Ist der Boden zu rutschig oder zu stumpf, wird er zum Risikofaktor - ausrutschen und stolpern sind die Folge. Geeignete Reinigungs- und Pflegemittel sowie normgerechtes Reinigen der Oberfläche garantieren bestmögliche Haft- und Gleitreibungseigenschaften. Bemerken Sportler, dass die Bodeneigenschaften nicht optimal sind, sollten sie unbedingt den Hallenwart darauf aufmerksam machen", rät Dunzendorfer.

Vorbeugemaßnahmen

Um Verletzungen in der Halle vorzubeugen, können gezielte Maßnahmen helfen: Ausgiebiges Aufwärmen, Dehnungsübungen sowie Knie- und Ellenbogenschützer mindern die Wahrscheinlichkeit von längeren sportlichen Zwangspausen. Dunzendorfer: "Unverzichtbar sind Schuhe, die speziell für Hallenböden entwickelt wurden. Sie sollten nur in der Halle getragen werden, um die Hafteigenschaften der Sohle nicht zu beeinträchtigen." (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Hobbyfußballer verletzen sich am häufigsten

Share if you care.