Qimonda nimmt Fertigung von neuer Chipgeneration auf

5. November 2008, 15:49
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Eigene Technologie soll kleinere Chipgrößen, höhere Baudichten und weniger Stromverbrauch ermöglichen

Der deutsche Speicherchip-Hersteller Qimonad hat mit der Massenfertigung einer neuen Generation von Halbleitern begonnen. Schon im Oktober seien erste Einnahmen aus dem Verkauf von Speicherchips mit Strukturbreiten von 65 Nanometern auf Basis der Buried-Wordline-Technologie verbucht worden, teilte die Infineon-Tochter am Mittwoch mit.

Neue Technologie

Qimonda setzt große Hoffnungen in die Technologie, die sie selbst erfunden hat und als bisher einziger Chiphersteller anwendet. Die Technologie, die sich durch einen anderen Aufbau der Halbleiter von Konkurrenzprodukten unterscheidet, soll Qimonda zufolge kleinere Chipgrößen, höhere Baudichten und weniger Stromverbrauch ermöglichen. Zugleich soll sie die Produktionskosten des verlustreichen Münchener Unternehmens drücken.

Zusammenarbeit mit Elpida auf Eis gelegt

Ursprünglich wollte das Unternehmen, das der Mutterkonzern Infineon händeringend loswerden will, bei der neuen Technik mit der japanischen Elpida kooperieren. Wegen der Branchen- und Unternehmenskrise legte Qimonda die Zusammenarbeit aber nach nur wenigen Monaten auf Eis. (APA/Reuters)

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