Folsäure: Kein Einfluss auf Krebsrisiko

5. November 2008, 15:52
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Laut einer Studie mit mehr als 5.400 Patientinnen trägt Folsäure nicht zur Vorbeugung von Krebs bei Frauen bei

Washington - Entgegen einer weit verbreiten Ansicht unter Medizinern trägt ein Vitamincocktail aus Folsäure sowie den Vitaminen B6 und B12 einer neuen Studie zufolge nicht zur Vorbeugung von Krebs bei Frauen bei. Die im "Journal of the American Medical Association" veröffentlichte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Vitamin-Behandlung keinen nennenswerten Einfluss auf das Krebsrisiko von Frauen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen habe.

Nur wenige klinische Tests hätten bisher eine Verbindung zwischen Folsäure und Krebs hergestellt. Die Ergebnisse seien nicht eindeutig, in einigen Fällen hätten Forscher sogar schädlich Auswirkungen festgestellt.

Viele Erwachsene nehmen Vitamincocktails

Für die neue Studie waren zwischen 1998 und 2005 mehr als 5.400 Frauen über 42 Jahren untersucht worden. In den USA werden seit Ende der 90er Jahre viele Lebensmittel mit künstlicher Folsäure angereichert. Etwa ein Drittel der Erwachsenen in den USA nimmt nach Angaben der neuen Studie derzeit Vitamincocktails mit Folsäure, B6 und B12. (APA/AFP)

 

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    Folsäure ist unter anderem auch in grünem Blattgemüse enthalten

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