Hypo bittet zum Spitzentanz

5. November 2008, 15:37
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Für Handball-Frauen geht es gegen Podgorica um Tabellenführung in der CL-Gruppe B - Prokop-Team seit zweieinhalb Jahren in Südstadt unbesiegt

Wiener Neudorf - Hypo Niederösterreichs bittet am Freitag im BSFZ Südstadt (18.30 Uhr/live ORF Sport Plus) Buducnost Podgorica in der zweiten Runde der Gruppe B zum Spitzentanz in der Frauen-Handball-Champions-League. Zwischen den Gastgeberinnen und den Montenegrinerinnen geht es um die Tabellenführung, die die Gäste nur aufgrund der besseren Tordifferenz innehaben. Sie schlugen zum Auftakt vor einer Woche daheim Prestigio Alicante 28:26, während Hypo in Kopenhagen "nur" und eher unerwartet 28:27 gewann.

"Wir wollen den Aufstieg schaffen, da muss man die Heimspiele gewinnen, da gibt es keine Diskussion", sagte Clubmanager Gunnar Prokop, der vor dem neunten Treffen (4:3 Siege bei einem Remis) mit Podgorica gleichzeitig vollste Konzentration fordert und warnt: "Das wird keine leichte Aufgabe. Der Gegner verfügt über eine junge, ehrgeizige Truppe, die mit Herz und Härte spielt." Der Handball-Zampano und sein ungarischer Trainer Andras Nemeth sind einer Meinung: "Musssiege sind von der Psyche immer schwierig."

Der 32:34-Niederlage im September in der "Balkan"-Liga (WRHL) in Montenegro misst Nemeth keine so große Bedeudung bei. "Da sind wir mitten in der Vorbereitung gesteckt, haben uns nicht speziell vorbereitet. Aber wir wissen, warum wir damals verloren haben. Wir haben daraus gelernt und werden die Fehler nicht nochmals begehen", sagte der Ungar vor dem Duell mit seinem Kollegen und Landsmann Zsiga Gyula. Dessen gefährlichste Waffen seien die zwei großen Werferinnen Marija Jovanovic und Katerina Bulatovic.

Im gegnerische Lager wird der Erfolg vor nicht einmal zwei Monaten nicht überbewertet. "Wir haben zwar gesehen, dass wir mit absoluten Topteams in Europa mithalten können. Aber wir wissen auch, dass Hypo damals nichts das wahre Gesicht gezeigt hat und das am Freitag uns eine ganz andere Mannschaft gegenüberstehen wird", meint Buducnost-Torfrau Mijana Milenkovic. Auch Hypo selbst erwartet sich nach dem "Arbeitssieg" in Dänemark (Prokop: "Ich hatte nicht gelaubt, dass wir eine Chance haben würden") eine Leistungssteigerung.

"Wir haben gegen Kopenhagen teilweise eine sensationelle Deckung gespielt, die Motivation war hochkarätig, das Kämpferische auf höchstem Niveau. Nur in spielerischen Belangen fehlt im Vergleich zur vorigen Saison noch viel. Wir brauchen sicher noch bis Jänner Zeit, um den Level zu erreichen", analysiert Prokop, dessen Schützlinge gegen Podgorica auch um eine Serie kämpfen. Der achtfache Meistercup-Gewinner (zuletzt 2000) ist im BSFZ Südstadt seit März 2006 (Viertelfinale 28:30 gegen Aalborg DH) unbesiegt. Das Finalspiel 2008 gegen Zwezda Zwenigorod haben Piedade und Co. ja in der Arena Nova von Wr. Neustadt verloren. (APA)

 

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