Monate vergehen mit dem Weg zur Arbeit

9. November 2008, 17:00
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Die Österreicher benötigen im Schnitt 20 Minuten zur Firma - 16 Prozent nutzen Öffis und zwölf Prozent pendeln in ein anderes Bundesland

Ein Großteil der berufstätigen Österreicher benötigt im Schnitt 20 Minuten in die Arbeit. Zwölf Prozent pendeln in ein anderes Bundesland, so das Ergebnis einer Befragung von Makam Market Research. Der Pkw ist dabei das am häufigsten genutzte Fortbewegungsmittel (59 Prozent), jeder Fünfte geht zu Fuß und jeder Zehnte fährt mit dem Rad. 16 Prozent der Befragten nutzen öffentliche Verkehrsmittel.

Autofahrende Burgenländer

Am häufigsten kommt der Pkw bei der voll- oder teilzeitarbeitenden burgenländischen Bevölkerung zum Einsatz: drei Viertel der Burgenländer nutzen das Auto. Frauen und ältere Personen gehen häufiger zu Fuß zu ihrem Arbeitsplatz. Frauen (22 Prozent) sind auch gehfreudiger als Männer, die nur zu 15 Prozent zu Fuß gehen. 42 Prozent der über 60-Jährigen gehen in die Arbeit, bei den unter 30-jährigen Österreichern sind es nur 15 Prozent.

Alleine im Auto

Jeder zehnte Pkw-Nutzer nimmt eine Fahrgemeinschaft in Anspruch. Dieses Angebot wird eher von Haushalten mit geringerem Netto-Haushalteinkommen unter 1400 Euro genutzt. Die meisten, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, sitzen allerdings alleine in ihrem Fahrzeug.

Vor allem Berufstätige unter 40 Jahren und Wiener sind häufiger mit Öffis unterwegs (über 30 Prozent). Ein Drittel der Hauptstadt-Bevölkerung nutzt die U-Bahn, 17 Prozent die Straßenbahn als Fortbewegungsmittel zum Arbeitsplatz.

Fast zwei Drittel der Personen, die in keiner leitenden Position tätig sind, nutzen den Pkw, hingegen tun dies deutlich weniger Personen in einer leitenden Funktion, nämlich etwas mehr als die Hälfte. Dafür geht ein Viertel der Österreicher in leitender Position zu Fuß, dem stehen 14 Prozent gegenüber, die in keiner leitenden Position tätig sind.

Jeder zehnte Beschäftigte benötigt bis zu einer dreiviertel Stunde, bis er den Arbeitsort erreicht und drei Prozent der berufstätigen Österreicher benötigen gar über eine Stunde von zu Hause bis zum Arbeitsplatz.

Monate vergehen mit Weg zur Arbeit

Unter Berücksichtigung der Lebensarbeitszeit, die bei Frauen bei durchschnittlich 34 Jahren und bei Männern bei durchschnittlich 41 Jahren liegt, verbringt somit die österreichische Frau in ihrem gesamten Leben durchschnittlich etwa sechs Monate mit Wegen von und zur Arbeit, der österreichische Mann ist sogar in Summe durchschnittliche sieben Monate damit beschäftigt. (APA/red)

Sample und Methodik der Studie

Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Befragung von 4.500 Österreichern ab 15 Jahren
- repräsentativ für die österreichische Bevölkerung- von MAKAM Market Research GmbH - durchgeführt von Juni bis Oktober 2008.

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    Knapp 60 Prozent fahren mit dem PKW in die Arbeit.

  • Artikelbild
    grafik: makam market research
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