"Grazer Spielstätten GmbH" präsentierte sich

5. November 2008, 12:59
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Eigenprogramm mit Integrations-Schwerpunkten für Orpheum, Kasematten und Dom im Berg

Graz - Weltmusik, internationale Literatur in Loungeatmosphäre und Kunst für junges Publikum sind Schwerpunkte des Eigenprogramms der "Grazer Spielstätten GmbH". In ihr sind die Veranstaltungsstätten Orpheum, Dom im Berg und Schloßbergbühne Kasematten zusammengefasst, die bisher von der "Theaterholding" verwaltet wurden. Bislang erfolgte die Finanzierung der Spielstätten allein über die Stadt Graz. Mit Gründung der Gesellschaft kommt es zu einer Kostenteilung im Ausmaß von 55 Prozent des Landes Steiermark und zu 45 Prozent der Stadt Graz. Das Gesamtbudget der Gesellschaft wird jährlich 1,2 Millionen Euro betragen, die Finanzierung ist bis 2014 gesichert.

Geschäftsführer Christoph Thoma (35) hat am Mittwoch die künftigen Eigenprojekte der nunmehrigen Tochter der Theaterholding vorgestellt: Zugänge zu anderen Lebenswelten vermitteln und Integration über die Kunst verstehbar machen sind Ziele, die den drei Veranstaltungsstätten durch Eigenprogramme stärkeres Profil geben sollen.

Kasematten-Wiedereröffnung

Unter dem Motto "Literatur in Loungeatmosphäre" wird ab März 2009 im Orpheum eine Literaturreihe eingerichtet. Neben Eva Rossmann werden Autoren wie der aus dem Iran stammende Sina Tahayori und die türkischstämmige Seher Cakir ihre Werke vorstellen. Bisherige Programmschienen des Orpheum im Bereich Konzerte und Kabarett sowie die Kindertheaterschiene sollen beibehalten werden.

Ebenfalls im März 2009 wird es die ersten Weltmusikkonzerte geben. "Konzerte sind für alle drei Spielstätten vorgesehen", so Thoma. Ein "kleines Weltmusikfestival" kündigte Thoma für die Wiedereröffnung der zurzeit im Umbau befindlichen Schloßbergbühne Kasematten an: Am 14. Mai werden anlässlich der Eröffnung türkische Musiker aus Graz und die Sängerin Aynur zu hören sein. Am darauffolgenden Abend wird die portugiesische Fado-Sängerin Christina Branco ein Konzert geben.

"Kunst für junges Publikum" ist ein weiterer Punkt der Programmierung: Mit den Bregenzer Festspielen und der Jeunesse Österreich wird an einer Koproduktion der "Bachianas Brasileiras" von Heitor Villa-Lobos in Form einer "Familienproduktion" gearbeitet. Erster eigener Programmpunkt soll die Realisierung des Märchens "Des Kaisers neue Kleider" werden - eine Koproduktion der "Grazer Spielstätten" mit u.a. dem "Festival d'Infanzia" aus Mantua. Weiters arbeite man an der Umsetzung eines auf drei Jahre anberaumten Projektes mit der Grazer Gabelsberger Volksschule, so Thoma. (APA)

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