Hochzeit für ausgezeichnete Wissenschafterinnen

5. November 2008, 11:28
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Preis für Zentraleuropaforschung an WU-Forscherinnen, AK-Wissenschaftspreis teilen sich drei Forscherinnen und Romanistin in Innsbruck geehrt

  • Jung-Ökonominnen ausgezeichnet

Der mit 20.000 Euro dotierte Erste Bank-Preis für Zentraleuropaforschung geht heuer an die zwei Jung-Ökonominnen Aleksandra Riedl und Silvia Rocha-Akis. Riedl, Institut für Wirtschaftsgeographie und Geoinformatik, und Rocha-Akis, Institut für Arbeitsmarkttheorie und-politik, befassen sich in ihrem Forschungsprojekt "Tax competition in the enlarged European Union" mit der Frage, ob sich im Zuge der EU-Erweiterung der Steuerwettbewerb intensiviert hat und welche Länder sich dabei besonders stark beteiligen.

In der EU zeichnet sich in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten ein Trend zur Senkung der Körperschaftsteuersätze ab, der im Allgemeinen auf das Konkurrieren der Länder untereinander, um international mobiles Kapital bzw. Unternehmen zurückzuführen ist. Obwohl das Thema vermehrt Gegenstand öffentlicher Debatten ist, herrscht kein Konsens über die relative Bedeutung von Körperschaftsteuern für die Mobilität von Unternehmen und Kapital. Nichtsdestotrotz hat die Tatsache, dass die neuen EU-Mitgliedsländer erheblich niedrigere durchschnittliche Körperschaftsteuersätze aufweisen als die alten EU-Länder, den Vorwurf des "unfairen" Wettbewerbs hervorgebracht.

Der Preis wird seit 2000 an WU-NachwuchswissenschaftlerInnen vergeben, die an einem interdisziplinären Projekt arbeiten, das sich mit Fragen der europäischen Integration und Internationalisierung der Wirtschaft befasst. (red)


  • 25 Jahre AK-Wissenschaftspreis

109 Arbeiten von 122 PreisträgernInnen wurden in den letzten 25 Jahren mit dem AK-Wissenschaftspreis ausgezeichnet, wobei sich zuletzt immer mehr Frauen als Männer unter den PreisträgernInnen befanden. So auch in diesem Jahr: Mit ihren Arbeiten zu den Themen "Sozialbetrug - Gegenmaßnahmen in der österreichischen Rechtsordnung", ""KundInnenprozessanalyse in der ambulanten Rehabilitation" und den "Arbeits- und Lebensbedingungen irregulär beschäftigter Migrantinnen in der häuslichen Pflege" konnten heuer die aus Lohnsburg stammende Dr.in Johanna Eitzinger, die in Gunskirchen aufgewachsene Mag.a Annette Hummer und die gebürtige Polin Mag.a Sandra Gendera das Rennen um den AK-Wissenschaftspreis für sich entscheiden. Insgesamt wurden 50 Arbeiten eingereicht.

Als Preisgeld für ihre Arbeiten erhielten die drei Jungwissenschafterinnen jeweils 3000 Euro.

Für den Wissenschaftspreis 2009, der unter dem Thema "Soziale Gerechtigkeit in Österreich" steht, läuft die Bewerbungsfrist bereits wieder. Einreichungen können von 9. Dezember bis 30. Juni 2009 bei der AK OÖ, Volksgartenstraße 40, Abteilung Wissenschafts- und Forschungsmanagement, eingebracht werden. (red)


  • Frauenspezifische Forschung

Der Preis für Frauenspezifische Forschung an der Universität Innsbruck 2008 geht heuer an die akademische Abschlussarbeit "Funambolismo tra ammirazione e pericolo nelle figure femminili di Dacia Maraini" von Mag.a Barbara Mayr, eingereicht am Institut für Romanistik der Universität Innsbruck. (red)

 

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    Foto: REUTERS/Christian Charisius

    Die jeweiligen Ausgezeichneten heißen Aleksandra Riedl und Silvia Rocha-Akis, Johanna Eitzinger, Annette Hummer und Sandra Gendera sowie Barbara Mayr.

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