Verbotsbemühungen in South Dakota und Colorado gescheitert

5. November 2008, 09:31
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Mehrheit der WählerInnen gegen Neuregelung, die Abbruch nur in Härtefällen erlaubt hätte - Auch kein Lebensrecht von befruchteten Eiern als "Personen"

Washington - Im US-Bundesstaat South Dakota wird es kein Abtreibungsverbot geben. Bei einer Volksabstimmung am Dienstag gleichzeitig mit den Wahlen sprach sich die Mehrheit der WählerInnen nach ersten Hochrechnungen gegen eine Neuregelung aus, die den Schwangerschaftsabbruch nur im Fall von Vergewaltigung, Inzest und bei akuter Lebensgefahr der Mutter zugelassen hätte.

Befruchtete menschliche Eier keine "Personen"

In Colorado scheiterte ein noch weiter gehender Entwurf, der das Lebensrecht mit dem Moment der Befruchtung definiert hätte. Befruchtete menschliche Eier sollten demnach als "Person" betrachtet werden. Die Annahme dieses Referendums hätte jede Abtreibung gesetzeswidrig gemacht. GegnerInnen des mit einer klaren Mehrheit von rund 75 Prozent der Stimmen abgelehnten Entwurfs befürchteten als Folge auch ein Verbot bestimmter Methoden der Empfängnisverhütung. (APA/dpa)

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    Foto: REUTERS/Kevin Lamarque

    Die AbtreibungsgegnerInnen in den USA mussten gleich zwei Niederlagen einstecken.

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