Ciba mit weniger Umsatz und Gewinn

5. November 2008, 08:41
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Prognose zurückgenommen - Höhere Verkaufspreise

Basel - Der vor der Übernahme durch BASF stehende Basler Spezialchemiekonzern Ciba ist im dritten Quartal vom Konjunkturrückgang gebremst worden. Der Reingewinn ging von 50 Mio. Franken (33,5 Mio. Euro) im Vorjahresquartal auf 46 Mio. Franken zurück.

Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,549 Mrd. Franken. Das dritte Quartal sei zwar gegenüber dem enttäuschenden zweiten Quartal deutlich besser ausgefallen, und Ciba habe die Verkaufspreise um sechs Prozent erhöhen können, erklärte Ciba-Chef Brendan Cummins in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

"Generell spüren wir negative Auswirkungen des Konjunkturrückgangs - vor allem in Europa." Ciba erwartet, dass sich dieser Trend auch auf Asien ausweiten wird. Der Ausblick für das vierte Quartal sei schwieriger als erwartet. Die bisherige Prognose für 2008 sei daher nicht länger haltbar.

Die Nachfrage sei schwierig abzuschätzen. Ciba erwartet, die aktuelle EBIT-Marge halten zu können, und dass der Free Cash Flow tiefer als bisher erwartet ausfallen wird. Bisher prognostizierte Ciba eine Umsatzzunahme in lokaler Währung sowie einen Free Cash Flow auf Vorjahr.

Im dritten Quartal lag der Betriebsgewinn (EBIT) vor Restrukturierung bei 113 Mio. Franken. Die Marge sank damit von 9,2 auf 7,3 Prozent. Gesunken ist die Profitabilität insbesondere in der Plastiksparte (Plastic Additives), wo die Nachfrage in einigen Kundenindustrien zurückging, insbesondere in der Automobilbranche und im Bausektor.

Einfluss hatte auch Hurrikan Ike, da sich einige Kunden in den Verträgen auf "höhere Gewalt" beriefen und ihre Bestellungen stoppten, wie Ciba schreibt. Die Profitabilität von Coating Effects habe sich auf hohem Niveau gehalten, Water & Paper Treatment habe die Profitabilität verbessert.

Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres zusammen weist Ciba einen Umsatz von 4,637 Mrd. Franken aus. Das sind sechs Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn (EBIT) vor Restrukturierung brach von 423 Mio. auf 274 Mio. Franken ein. Grund ist im Voraus das schwächere zweite Quartal, in dem die Rohstoffpreise und Energiekosten stark gestiegen sind, wie es heißt.

Zur Übernahme durch die deutsche BASF schreibt Ciba, das Transaktionsoffert verlaufe wie geplant. BASF hat sich die nötige Zweidrittelmehrheit gesichert. Die Nachfrist läuft bis zum 14.  November. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal 2009 erwartet. (APA/sda)

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