Demokraten gewinnen Gouverneur

5. November 2008, 19:29
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Elf Regierungschefs der Bundesstaaten standen zur Wahl - Missouri an Jay Nixon

Bei den Gouverneurswahlen haben die Demokraten einen weiteren Posten gewonnen. Sie verdrängten in Missouri die Republikaner aus der Regierung des Bundesstaates. Damit werden jetzt 29 US-Staaten von demokratischen Politikern geführt und nur noch 21 von Republikanern.

In Missouri hatte der Republikaner Matt Blunt zu Beginn des Jahres überraschend erklärt, dass er nicht wieder antreten werde. Daraufhin gewann am Dienstag der Generalstaatsanwalt dieses Staates, Jay Nixon, die Gouverneurswahl gegen den republikanischen Abgeordneten Kenny Hulshof.

In anderen der insgesamt elf Gouverneurswahlen wurden meist die Amtsinhaber bestätigt. In Indiana, das bei der Präsidentenwahl demokratisch stimmte, wurde der republikanische Gouverneur Mitch Daniels wiedergewählt. Er gewann gegen seine Herausforderin Jill Long Thompson von der Demokratischen Partei. Daniels war Chefberater von Expräsident Ronald Reagan und diente dem amtierenden Präsidenten George W. Bush als Budgetdirektor. Im Wahlkampf profitierte er davon, dass er mindestens zehn Millionen Dollar mehr an Spenden zur Verfügung hatte als Long Thompson.

In West Virginia, Montana und New Hampshire wurden demokratische Regierungschefs im Amt bestätigt. In Delaware gewann der Demokrat Jack Markell gegen den Republikaner Bill Lee, der auch im dritten Anlauf erfolglos blieb. Weiterhin republikanisch regiert werden North Dakota und Utah.

Doch ein Palin-Effekt

Die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, holte indes Republikaner und Konservative zurück ins McCain-Lager. 40 Prozent der Republikaner sagten, sie hätten wegen Palin ihre Wahlentscheidung für McCain gefällt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 06.11.2008)

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