Zehn Mann machen Rapid drei Tore

4. November 2008, 20:51
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Austria Kärnten, fast 80 Minuten in Unterzahl, erkämpfte und erspielte gegen den Meister ein dramatisches 3:3-Remis

Klagenfurt - Meister Rapid musste sich im Nachtragsspiel zur 13. Bundesliga-Runde bei Austria Kärnten trotz 80-minütiger Überzahl und zweimaliger Führung mit einem 3:3-Remis zufriedengeben.

Vor 15.000 Zuschauern in der Hypo Group Arena erwischten die Gastgeber den besseren Start und wurden in der Anfangsphase zweimal durch Wolf gefährlich. In der ersten Minute ging sein Schuss aus spitzem Winkel über die Querlatte, elf Minuten später hatte Rapid-Goalie Lukse, der neuerlich den Vorzug gegenüber Hedl bekommen hatte, bei einem Schuss des Flügelspielers aus kurzer Distanz Probleme.

Dann schwächten sich die Kärntner selbst. Chaile riss bei einem der wenigen Rapid-Vorstöße als letzter Mann Jelavic zu Boden, das nennt man Torraub. Konsequenz: Ausschluss. Den anschließenden Freistoß setzte Hofmann an die Stange, auch Dober scheiterte in der 22. Minute mit einem Kopfball am Aluminium.

In Führung gingen aber die Kärntner. Nach einem flotten Angriff über mehrere Stationen spielte Junuzovic ideal auf Wolf und der 27-Jährige stellte auf 1:0 (30.). Rapid glich wenige Sekunden später aus: Kärnten-Tormann Schranz verfehlte eine Flanke von Palla,  Jelavic  köpfelte sein erstes Bundesliga-Tor. Auch beim 2:1 für den Titelverteidiger sah Schranz nicht gut aus. Er konnte einen Schuss von Kavlak nicht festhalten, Maierhofer hatte mit dem Rebound keine Probleme.

Nach Seitenwechsel entwickelte sich die bisher durchschnittliche Partie zum Knüller. Kärnten kämpfte beherzt weiter während Rapid die Herbeiführung der Entscheidung nicht  zustande bringen wollte.  In der 59. Minute sprang Prawda nach einer Flanke von Sandro höher als Jelavic und stellte per Kopf auf 2:2. Auch für ihn war es der erste Treffer in der Bundesliga. Und auch nachdem Hofmann Rapid  in der 68. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze neuerlich in Führung gebracht hatte, fehlte den Gästen die Cleverness, den Vorsprung über die Zeit zu bringen: Wolf legte mit der Ferse wunderbar für den von Dober vernachlässigten Bukva auf, der in aller Ruhe ins lange Eck zum Endstand vollstreckte (76.).

In der Schlussphase folgte ein weiterer Rapid-Lattenschuss von Jelavic (84.), eine gute Chance von Hoffer machte Schranz zunichte.  Durch das 3:3 wurde die Torausbeute der 13. Runde auf insgesamt 31 gepusht, womit die bisherige Bestmarke vom 18. Mai 1976 (27) klar überboten wurde. (red/APA)

Nachtragsspiel zur 13. Runde):
SK Austria Kärnten - SK Rapid Wien 3:3 (1:2). Hypo Group Arena Klagenfurt, 14.300, Einwaller.

Torfolge: 1:0 (30.) Wolf, 1:1 (32.) Jelavic, 1:2 (40.) Maierhofer, 2:2 (59.) Prawda, 2:3 (68.) Hofmann, 3:3 (76.) Bukva

Kärnten: Schranz - Pusztai, Chaile, Ortlechner, Prawda - Bubenik (70. Bukva), M. Weber, Junuzovic, Sandro - Wolf (80. Breitenberger), Adi (33. Pichorner)

Rapid: Lukse - Dober, Tokic, Patocka, Palla (38. Drazan) - Hofmann, Kulovits (67. Hoffer), Heikkinen, Kavlak - Maierhofer, Jelavic (85. Harding)

Rote Karte: Chaile (13./Torraub)

Gelbe Karte: Palla

 

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    Auf und ab im klitschnassen Klagenfurter Stadion: Carlos Chaile legt Nikica Jelavic.

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