Auch RZB könnte sich Geld vom Staat holen

4. November 2008, 18:44
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Nach Erste Bank und den Volksbanken könnte der Bund auch der RZB kräftig unter die Arme greifen, das Bankhaus dementierte umgehend

Wien - Noch in dieser Woche soll nun auch die Raiffeisen Zentralbank beim Staat eine Finanzspritze beantragen, berichtet die "Presse". Um die Kapitalausstattung auf die international mittlerweile üblichen 9 Prozent aufzustocken, werde sich das Spitzeninstitut des Raiffeisen-Geldsektors Partizipationskapital vom Bund holen, heißt es. Die Summe dürfte etwas unter 2,7 Mrd. Euro liegen.

Bereits vergangene Woche hatte die Erste Bank eine Finanzspritze in der Höhe von 2,7 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Bei den Volksbanken wird in Sachen Staatshilfe noch gerechnet. Auch andere Großbanken werden folgen, heißt es in der Branche.

Die RZB hat den "Presse"-Bericht dementiert. "Es gibt noch keine Beschlusslage, ob und in welcher Form wir die angebotenen Instrumente nutzen. Daher kann von dieser oder irgendeiner anderen Woche gar nicht die Rede sein", so RZB-Sprecher Andreas Ecker-Nakamura.

Die RZB verfolge die internationalen Entwicklungen sowie die Reaktion der Marktteilnehmer auf die staatlichen Unterstützungen, hieß es weiter. Es zeige sich vielfach, dass Banken nach Nutzung derartiger Maßnahmen besseren Zugang zu den internationalen Geldflüssen haben. Die RZB beobachte diese Entwicklung genau und werde im Interesse von Kunden, Eigentümern und Mitarbeitern die bestmögliche Variante verfolgen, so Ecker-Nakamura. (APA)

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