Ansichtssache: Zwischen Kalinin und Kant

10. November 2008, 15:57
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foto: derstandard.at/bojar

Rund um das Zentrum dominieren Plattenbauten das Stadtbild, doch im Westen der Stadt zeigt noch das alte Königsberg sein Gesicht. Dieser Stadtteil blieb von Kriegsschäden weitgehend verschont.(Nicole Bojar, derStandard.at, 10.11.2008)

Kant

warum hat es eigentlich in jeder HJ-Gruppe einen Einführungskurs in die Kant'sche Philosopie gegeben? Hat sich das schon mal jemand gefragt? Ja, Hannah Arendt hat sich diese Frage gestellt. Antwort siehe dort.

Was ist sonst noch gutes aus Königsberg gekommen? Ach ja, der Johann Christoph Gottsched, der nette Typ der uns das Einheitshochdeutsch verpasst hat.

Weil die Zusammenführung des Rationalismus und Empirismus in der Erkenntnistheorie einen Meilenstein in der Entwicklung hin zur modernen Philosophie bedeutet, und in jedem ernstzunehmenden Philosophiekurs Kernstoff ist.

Ja, Kant war nach heutigen Maßstäben ein Rassist und Chauvinist - was aber in keinster Weise seine einzigartigen Leistungen auf dem Gebiet der Philosophie schmälert (und abgesehen davon im Lichte des damaligen Mainstreams keinesfalls extrem war).

Was sonst noch aus Königsberg kommt? Nun, der Lösung des Königsberger Brückenproblems beispielsweise verdanken wir die Graphentheorie, die die Grundlage zur Analyse vieler Algorithmen liefert und somit für viele der Wunder unseres digitalen Zeitalters verantwortlich ist.

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