Streit um Ring-Finderlohn: Bianca Jagger bietet Österreicher Deal an

4. November 2008, 16:08
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Nach Jagger stehe dem Finder eigentlich kein Finderlohn zu, weil er das Schmuckstück erst acht Tage nach Medienberichten abgegeben habe

Wien - Im Streit um den Finderlohn für den 200.000 Euro teuren Platinring hat Bianca Jagger dem Finder Reinhard Ringler nun ein Angebot gemacht. 9.000 Euro wolle sie in ihrem und Ringlers Namen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International spenden, 1.000 Euro sollen an die dreizehnjährige Tochter Ringlers gehen. Damit wären die 10.000 Euro, die das österreichische Recht verlange, abgedeckt, sagte Gabriel Lansky, der Wiener Anwalt der Society-Lady.

 

Bianca Jagger und er seien weiterhin der Meinung, dass Ringler eigentlich kein Finderlohn zustehe, weil er das Schmuckstück erst "massiv verspätet" - acht Tage nach Beginn der Medienberichte - abgegeben habe. Ringler hatte behauptet, er hätte den Ring seiner Tochter zum Spielen gegeben, weil er wertlos ausgesehen hätte. Als er durch die Medien erfahren habe, wie wertvoll der Ring sei, hätte er ihn aber sofort abgegeben. "Wir wollen keine Scheinansprüche befriedigen, sondern eine Geste setzen um das Problem aus der Welt zu schaffen", klärte er weiter auf.

Über Betrag selbst verfügen

Paul Kreuzberger, der Anwalt von Finder Reinhard Ringler erklärte, dass er nichts nichts von diesem Angebot wisse. "Ich gehe aber davon aus, dass Herr Ringler das Angebot nicht annehmen wird", so Kreuzberger. Ringler selbst gab vorerst keine Stellung ab.

Bereits Ende Oktober hatte Ringler erklärt, er möchte über den Betrag selbst verfügen. Den Finderlohn hat der Unternehmer seiner dreizehnjährigen Tochter Sarah versprochen. Bianca Jagger und er könnten aber unabhängig von dem Fall eine Summe an Amnesty spenden, schlug Ringler damals vor. (APA)

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