14 Tote bei Anschlägen in Bagdad

4. November 2008, 15:49
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Drei entführte Frauen befreit

Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind durch Sprengstoffanschläge am Dienstag mindestens 14 Iraker ums Leben gekommen. 43 weitere Menschen erlitten nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak Verletzungen, als insgesamt sieben Sprengsätze in verschiedenen Vierteln der irakischen Hauptstadt detonierten. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich im Al-Mashtal-Viertel im Osten der Stadt, wo eine Bombe in der Nähe eines Parkplatzes explodierte. Im Norden von Bagdad tötete ein Sprengsatz auf einem Markt vier Menschen.

Dass kriminelle Erpresserbanden in den Provinzen, in denen die irakischen Sicherheitskräfte von den ausländischen Truppen bereits die Verantwortung übernommen haben, ihr Unwesen treiben, zeigte sich am Dienstag, als die Polizei südlich von Bagdad insgesamt drei entführte Frauen aus den Fängen ihrer Kidnapper befreiten. Zwei von ihnen waren nach Angagen der Nachrichtenagentur Burathanews in der schiitischen Pilgerstadt Kerbala verschleppt und in die rund 90 Kilometer entfernte Stadt Kufa gebracht worden. Das dritte Entführungsopfer fand die Polizei in der Provinz Wasit.

Die US-Armee nahm seit Montag in Bagdad und im Nordirak nach eigenen Angaben elf mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen gefangen. In der nördlichen Stadt Mossul erschossen Unbekannte in der Nacht einen Mann aus der Stadt Tel Afar, der dort laut Aswat al-Irak Verwandte besucht hatte. (APA/dpa)

 

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