Constantia: Grünbichler neu im Vorstand

4. November 2008, 15:05
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Arco und Gertner bleiben Vorstandsmitglieder - Knirsch neuer AR-Chef - Konsortialbanken stellen je einen Aufsichtsrat

Wien- Bei der kürzlich von fünf heimischen Großbanken übernommenen Constantia Privatbank ist jetzt wie erwartet  Andreas Grünbichler (44) neu in den Vorstand des Instituts bestellt worden. Grünbichler, zuletzt in der Schweiz beim Versicherungskonzern Zurich Financial und davor im Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA) in Wien tätig, wird sein Amt am Freitag antreten, teilte das Institut am Dienstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

Der Vorstand besteht nun aus Grünbichler und den beiden bisherigen VorstandsmitgliedernKarl Arco (47) und  Norbert Gertner (52). Der Vorstandsvertrag von Gertner läuft bis 31. Dezember 2008, jener von Arco bis 31. Dezember 2009, heißt es in der Aussendung.

Nach der Übernahme der Bank durch ein Konsortium aus fünf heimischen Großbanken wurde bei einer außertourlichen Hauptversammlung der Aufsichtsrat ebenfalls neu besetzt. Auch hier gab es keine Überraschungen. Neuer AR-Vorsitzender ist - wie bereits berichtet - Wirtschaftsprüfer Dr. Walter Knirsch, vormals Partner der KPMG, weitere Mitglieder sind die Beteiligungsmanager der fünf Konsortialbanken, Dr. Brigitte Braun (Österreichische Volksbanken), Mag. Peter Hofbauer (UniCredit Bank Austria), Dipl.Ing. Wilhelm Schultze (Erste Group), Mag. Friedrich Spandl (BAWAG P.S.K.) sowie Mag. Christian Teufl (Raiffeisen Zentralbank/RZB).

Bank Austria und RZB halten jeweils rund 25 Prozent an der Holding-Gesellschaft, die Erste Bank 23,75 Prozent, die Volksbanken 15,6 und die BAWAG 10,6 Prozent.

"Die Constantia ist kein Sanierungsfall, sondern eine werthaltige Bank", hatte Knirsch am Freitag noch als designierter AR-Chef nach dem grünen Licht der FMA für die Übernahme des Instituts erklärt. Die ordentliche Fortführung der Geschäfte der Constantia durch die neuen Eigentümer sei gesichert. Die Neo-Eigentümer selber wollten vor Aussagen, ob sie die Bank als Sanierungsfall klassifizieren oder nicht, die Due Diligence abwarten, hieß es am Freitag. (APA)

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