Stromverbrauch ist 2007 gestiegen

4. November 2008, 13:27
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Gutes Wasserkraftjahr rettete Österreich vor Import-Steigerung

Wien - Der Stromverbrauch in Österreich ist 2007 um knapp ein Prozent auf rund 67,9 Terawattstunden (TWh) gestiegen, so die vorläufigen Zahlen der Stromstatistik zum vergangenen Jahr. Knapp 10,6 Prozent des Endverbrauchs mussten aus Importen abgedeckt werden. Angesichts dessen rief der Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) am Dienstag in einer Aussendung erneut nach einem raschen Ausbau der Wasserkraft. Die Regierung müsse entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

"Österreich droht eine wachsende Stromlücke, die sich negativ auf die Versorgungssicherheit und die Preisentwicklung auswirken könnte", so VEÖ-Generalsekretärin Barbara Schmidt. Nur das "sehr gute" Wasserkraftjahr, das eine Steigerung der Stromproduktion aus Wasserkraft um 2,7 Prozent brachte, habe Österreich vor einer drastischen Steigerung der Importe gerettet. Die heimischen Wasserkraftwerke produzierten 2007 rund 38,2 TWh Strom.

Das noch ausbaufähige Wasserkraftpotenzial betrage theoretisch 18 TWh. Sieben TWh sollen bis 2020 realisiert werden. Damit könne der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von derzeit 23,3 auf 25 Prozent und der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung von 58 auf 69 Prozent angehoben werden. Außerdem könne die E-Wirtschaft mit ihren Investitionsplänen in der Höhe von 8,4 Mrd. Euro im Bereich Wasserkraft und anderen Infrastrukturprojekten die Konjunktur stützen. (APA)

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