Gericht lehnt Asylantrag Omar Bin Ladens ab

6. November 2008, 16:38
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Osama Bin Ladens Sohn wird in Saudi-Arabien nicht politisch verfolgt

Madrid  - Spanien hat das Asylgesuch eines Sohnes von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden abgelehnt. Das Innenministerium in Madrid begründete die Entscheidung damit, dass Omar bin Laden in seinem Heimatland Saudi-Arabien politisch nicht verfolgt werde.

Das Ministerium stützte sich bei dem Entscheid auf ein Gutachten der UNO-Flüchtlingsbehörde (UNHCR). Omar bin Laden, das vierte von 19 Kindern des Al-Kaida-Chefs, legte am Donnerstag Einspruch gegen die Entscheidung ein, wie seine britische Ehefrau der Nachrichtenagentur EFE mitteilte.

Der Sohn des weltweit gesuchten Terroristenführers hatte seinen Asylantrag damit begründet, dass er sich weder in seiner Wahlheimat Ägypten noch in einem anderen Land der Region sicher fühle.

Der 27-Jährige hält sich seit Anfang der Woche im Transitbereich des Flughafens Madrid-Barajas auf. Er war mit seiner Ehefrau an Bord einer Maschine nach Madrid gekommen, die auf dem Flug von Kairo nach Casablanca einen Zwischenstopp in der spanischen Hauptstadt eingelegt hatte.

Spaniens Innenminister Alfredo Perez-Rubalcaba kündigte an, dass sein Ministerium den Einspruch ebenfalls ablehnen werde. Wenn die UNO-Behörde bei ihrer Einstellung bleibe, werde Spanien den Bin-Laden-Sohn sofort nach Ägypten abschieben lassen.

Omar bin Laden bezeichnete die Haltung Spaniens als "ungerecht". Das Asylgesuch werde ihm nur aufgrund seines Nachnamens verweigert, betonte er in einer Erklärung. Er sei ein friedlicher Mensch und lehne die Aktivitäten seines Vaters ab. (APA/dpa)

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    Omar Bin Laden bei einem Auftritt in der italiensischen Fernsehshow 'Niente di Personale'

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