US-Regierung rechnet mit Großeinstieg bei Banken

4. November 2008, 11:43
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Bis zu 2.000 börsen­no­tierte Banken in den USA dürften bald staatliche Kapitalspritzen bekom­men, vom Rettungsfonds könnten weitere 1.000 nicht börsenotierte Institute profitieren

Washington - Bis zu 2.000 börsennotierte Banken in den USA könnten nach Angaben des US-Finanzministeriums bald staatliche Kapitalspritzen bekommen. Es seien zwei Anwaltskanzleien mit der Vergabe von Finanzhilfen aus dem Mitte Oktober verabschiedeten Rettungspaket der US-Regierung beauftragt worden, teilte das Ministerium am Montag (Ortszeit) in Washington mit. Das Rettungspaket sieht vor, dass die US-Regierung mit insgesamt 250 Mrd. Euro bei Kreditinstituten einsteigen kann. Jede der beiden Kanzleien werde bis zu 1.000 Anfragen notleidender Banken bearbeiten, teilte das Finanzministerium mit.

Die 250 Mrd. Euro kommen aus dem 700 Mrd. Euro schweren Rettungsfonds, den die US-Regierung im Oktober für die kriselnde Bankenbranche aufgelegt hatte. Von den 250 Mrd. Euro für Kapitalspritzen wurde bereits die Hälfte an neun große Kreditinstitute vergeben. Weitere notleidende US-Banken hätten nun noch bis zum 14. November Zeit, sich bei den beiden Anwaltskanzleien zu melden, teilte das Finanzministerium mit. Das Hilfsprogramm richtet sich ausschließlich an Banken, die an der Börse notiert sind. Ein Sprecherin des Finanzministeriums wies jedoch darauf hin, dass bald auch nicht-börsennotierte Banken von Mitteln aus dem Rettungsfonds profitieren könnten. Dabei handle es sich um rund 1.000 Institute. (APA)

 

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