Frauenthal steigert operativen Gewinn

4. November 2008, 09:45
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Umsatz stieg um fast 15 Prozent auf 501,9 Millionen Euro, EBIT um 77,5 Prozent auf 29,1 Millionen Euro - Im vierten Quartal zeichnen sich aber deutlich rückläufige Aufträge ab

Wien - Der auf Autoteile (Dieselkatalysatoren, Stahlfedern, Druckbehälter) und Sanitärgroßhandel spezialisierte börsenotierte Porzellanhersteller Frauenthal hat in den ersten drei Quartalen noch einen deutlichen Umsatz- und Gewinnzuwachs verzeichnet. Im vierten Quartal sei aber mit deutlich rückläufigen Kundenaufträgen zu rechnen. Zwischen Jänner und September habe sich der Umsatz um 14,9 Prozent auf 501,9 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um 77,5 Prozent auf 29,1 Mio. Euro erhöht, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, mit. Der Jahresüberschuss stieg um 85,7 Prozent auf 18,5 Mio. Euro.

Die kräftigen Zuwächse gegenüber der Vorjahresperiode seien auf den automotiven Bereich zurückzuführen. Nachdem im zweiten Quartal bereits ein Abkühlen im Bau- und Renovierungssektor spürbar geworden sei, sei im dritten Quartal ein deutlicher Marktrückgang insbesondere im Sanitärbereich festzustellen.

Das Geschäft mit Kraftwerkskatalysatoren und Wärmetauschern setze sich auf allen Märkten positiv fort, in denen die Frauenthal-Gruppe tätig ist. Das Wachstum wird den Angaben zufolge von neuen Umweltschutzauflagen (China, USA) und dem Ersatzbedarf in zahlreichen Kraftwerken in den USA und Europa bestimmt.

In China will Frauenthal einen Produktionsstandort errichten, der den Zugang zu diesem bedeutenden Wachstumsmarkt erleichtern soll. China sei aufgrund der neuen Umweltschutzauflagen und des wachsenden Energiebedarfes der größte Hoffnungsmarkt für die Frauenthal-Gruppe.

Die geschäftliche Entwicklung ist im vierte Quartal 2008 von deutlich rückläufigen Kundenaufträgen, insbesondere im Geschäftsbereich Automotive Components, gekennzeichnet. Der Vorstand erwartet daher für das vierte Quartal geringere Umsatz- und Ergebnisbeiträge als im dritten Quartal. Dennoch werden im Jahr 2008 insgesamt deutlich steigende Umsätze erreicht. Aufgrund von Effizienzsteigerungen sei sogar "ein überproportionaler Ergebniszuwachs" zu erwarten. (APA)

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