115.00 Mitarbeiter bei Warnstreiks der IG-Metall

5. November 2008, 16:34
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Gewerkschaft stellt an Arbeitgeber Ultimatum und droht ab Mitte November mit unbefristeten Streik

Hamburg/Frankfurt - Insgesamt 115.000 Mitarbeiter haben in Deutschland am Mittwoch den Warnstreik im festgefahrenen Tarifkonflikt in der Metallindustrie fortgesetzt. Gleichzeitig hat die IG Metall an ihrem fünften Warnstreiktag den Arbeitgebern ein Ultimatum gestellt und mit einem bundesweiten Streik am 17. November gedroht, sollte es bis zur Verhandlungsrunde kommenden Dienstag zu keinem besseren Angebot kommen.

Mittwoch am späten Nachmittag schien allerdings Bewegung in die Fronten zu kommen. Sowohl der Arbeitgeberverband Südwestmetall als auch die IG Metall bestätigten, dass die Sondierungsgespräche im Südwesten abgeschlossen seien.Ein Sprecher der IG-Metall-Bezirksleitung in Stuttgart sagte: "Die Bestätigung des Termins für Dienstag, 11. November, zeigt, dass es noch eine Chance für eine Lösung ohne Streik gibt." Allerdings würde bei einem Scheitern am 11. November eine Urabstimmung am 13. November folgen, mit einem anschließenden Streik.

IG-Metall-Bundesvorsitzende Berthold Huber sagte: "Wir sind überall auf einen Streik vorbereitet: von Friedrichshafen bis Kiel und von Emden bis Cottbus." Die Arbeitgeber reagierten gelassen. "Wir werden alles tun, um einen großen Arbeitskampf zu verhindern", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser in Hannover. "Aber wenn er uns aufgezwungen würde, würden wir uns dem nicht entziehen." Nachbessern wollen die Arbeitgeber ihr Angebot von 2,1 Prozent für 2009 und 0,8 Prozent für November und Dezember bisher nicht. Die Gewerkschaftsforderung von acht Prozent sei überhöht. "Wir bieten eine Reallohnsicherung an. Das ist ein ausgewogener und durchdachter Lösungsvorschlag", sagte Kannegießer. (APA/dpa)

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