derStandard.at berichtet live: Spannender Kampf um Schlüsselstaaten - Mit dem Sieg in Ohio wendete sich das Blatt für Obama
derStandard.at berichtet live - Seien Sie dabei und posten Sie mit
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Ich weiss nicht, ob das hier schon verlinkt ist: es ist sooo nett, das muss man sich einfach anhören:
http://www.youtube.com/watch?v=6... re=related
afroamerikaner: 95% zu 4%, latinos: 66% zu 31%, asiaten: 61% zu 35%......
was in den medien u.a. grossartig als "überwindung des rassismus" gefeiert wird, ist wohl eher dem extrem kostenspieligen wahlkampf von obama und seinen unbestrittenen qualitäten zu mobilisieren zu verdanken.
die höchste wahlbeteiligung seit über 100 jahren brachte jene nicht-weissen an die urnen, welche in der regel die "us demoratie" nur im fernsehen verfolgen (teilweise können).
reagan hat mit seiner "konservativen revolution" rund 95% aller wahlmänner abgeräumt.
der vergleichsweise mickrig ausgefallene sieg obamas ist alles, nur kein bekenntnis zu einem nachhaltigen wechsel.
Ihre argumentation würde bedeuten, dass obama gegenüber bush vor allem in den regionen zugelegt hat, wo wenige weisse wohnen. das trifft zwar auf die latinos zu, er hat im westen texas, in NM, CO, NV klar zugelegt.
obama hat aber auch im norden, selbst in states in denen er keinen wahlkampf gemacht hat, praktisch ebenso klar zugelegt, und dort gibts praktisch nur weisse.
kerry gewann 41% der weissen, obama gewann 43% (alle states zusammen). er hat also auch mehr weisse hinter sich als der demokratische kandidat vor vier jahren, und das sowohl in absoluten als auch in relativen zahlen.
allerdings trifft das nicht auf den süden zu. da hat er weniger gemacht als kerry, vor allem dort wo (relativ) wenige schwarze wohnen.
Das ist natürlich der Fall. In einigen Bundesstaaten stehen die Wahlmänner sogar mit auf dem Stimmzettel.
http://derstandard.at/?url=/?id... 4776628423
http://www.thegreenpapers.com/G08/EC-Ap... nted.phtml
....d`accord mit ihrer aufschlüsselung, welche allerdings nichts am im titel zusammengefassten schlichten fakt ändert.
wenn sie zudem in betracht ziehen, dass der umstand des wesentlich grösseren einsatzes von mitteln durch obama und die "gerade rechtzeitig" geplatzte blase "freier markt" das wahlergebnis stark beeinflussten, ergibt dies eine ahnung wie knapp die usa und der "rest der welt" einem duo infernale namens mc cain/palin entronnen ist.
auf jeden fall ist nicht ersichtlich, wie aus den (auch von ihnen angeführten) zahlen eine "überwindung des rassismus" abzuleitet werden kann.
ist es eine "überwindung des rassismus", wenn es einem afroamerikanischen kanditaten gelingt, die afroamerikaner, latinos und asiaten zu gewinnen?
naja, wir wissen nicht was passiert wäre, wenn obama weiss wäre. es gibt also keinen beweis, weder für die "überwindung des rassismus" noch für die "nicht-überwindung des rassismus".
beweise gibts nicht, aber indizien. obama hat gegenüber kerry in den nördlichen republikanischen states (wie z.b. south dakota, idaho, utah) stark zugeglegt, gegenüber kerry. in diesen states hat obama keinen wahlkampf betrieben, der einsatz der mittel kann das also nicht erklären. auch die wirtschaftskrise ist in diesen ländlichen states nicht so besorgniserregend wie in den industriellen gebieten. wenn rassismus eine rolle spielte, dann müsste man erwarten, dass obama in diesen gebieten WENIGER zuletgt als anderwo. was aber nicht der fall ist.
naja, weisse wählten auch mit grosser mehrheit bush (mit grösserer mehrheit als bei mccain!), und schwarze mit grosser mehrheit kerry.
weisse wählen traditionell mit grosser mehrheit republikanisch, und schwarze mit grosser mehrheit demokratisch.
aus der grossen mehrheit der weissen die mccain wählten kann man also nicht rassismus ableiten (denn bei kerry-bush sah es ganz ähnlich aus, aber das waren zwei weisse)
...was soll ihr "na ja"?
andeuten, dass eine grosse weisse mehrheit für mc cain doch keine ist?
zum rest habe ich ja deutlich gemachrt, dass sich jeder selbst seinen reim machen sollte.
die ausgangslage zum reimen sollten sie vernüftigerweise aber anerkennen.
...in diesem falle "die presse", 6.11., seite 2 "USA"....
die deatils sind weiter aufgeschlüsselt (u.a. wahlmänner für den sieger seit 32, wahlverhalten nach alter, nach einkommen, nach geschlecht,....
(zudem gute homepage zur us wahl!).
die daten zeigen klar: bei einer der sonst üblichen tiefen wahlbeteiligung wäre nun ziemlich klar mc cain (durch die weissen) gewählt.
wie aus diesen fakten eine "überwindung des tief verwurzelten us rassismus" abgeleitet werden kann, bleibt ein mediales mirakel.
zur information:
seit 1988 hat nur EIN(!) präsidentskanditat der demokratischen partei mehr "weisse" stimmen als barack obama bekommen, und zwar bill clinton in 1996 (46%). sonst haben kerry, gore, dukakis und selbst clinton (1992) alle bis maximal 44% der weissen stimmen gewinnen können. daher hat der relativ niedrigen anteil wesentlich mehr mit parteizugehörigkeit, bzw. ideologie zu tun als mit rassismus.
...das mag in teilen sicher zutreffen.
obama hat zudem eine (knappe) mehrheit bei den weissen wählerInnen bis 30 jahre errungen.....vielfach erstwähler, welche einfach die nase voll von der bush kamarilla hatten.
nach wie vor bin ich der ansicht, aus den verfügbaren zahlen lasse sich nicht per se die "überwindung des rassismus" ableiten.
Natürlich ist allein die Tatsache, dass es eine Korrelation zwischen Hautfarbe und Wahlverhalten gibt, ein Hinweis auf eine Ungleichheit, der zu denken geben sollte.
Es gibt aber auch eine Korrelation zwischen Hautfarbe und Heimatstaat, Einkommen, etc. Der Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Wahlverhalten wird also möglicherweise z.B. durch den Einfluss der Lebenssituation (Einkommen etc.) auf das Wahlverhalten vermittelt.
Afro-Amerikaner haben schon früher eher demokratisch gewählt.
Wenn man aus unterschiedlichen Wahlverhalten gleich einen Rassenkonflikt ableiten will, müsste man Österreich einen starken Generationenkonflikt, einen Berg-Tal-Konflikt, und einen Ost-West-Konflikt diagnostizieren. Stacheldraht zwischen Wiener Bezirken.
...an dessen ende dann die erkenntnis stehen müsste, dass wir über rassismus im konkreten falle gar nicht diskutieren müssen, da er sich keinesfalls zweifelsfrei feststellen lässt.
das scheint mir kein besonders hilfreicher ansatz, um rassismus zu überwinden.
Das sagt in einer solchen Situation nur ein schwacher Politiker -
oder ein besonders starker, der weiß, wie er noch stärker werden kann.
Unsere Politiker umgeben sich in der Regel nur mit Ja-sagenden Vasallen - fähige, starke Leute? - aus bekannten Gründen - lieber nicht!
Dies gilt vor allem für die Besetzung aller öffentlichen Positionen, wo die politischen Parteien das Sagen haben. Folge: Das Mittelmaß ist das Maß aller Dinge.
Sachdienliche Kritik oder andere Meinungen werden von den meisten Politikern vor allem als Majestätsbeleidigung oder Abweichlertum im besten bolschewistischen Sinn wahrgenommen.
Ein dummes, weil den Interessen der Republik - und ebenso auch den eigenen Interessen - höchst schädliches Verhalten.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.