Mitarbeiter des US-Kulturzentrums ausgewiesen

3. November 2008, 21:12
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US-Regierung verweigert weiter Stellungnahme zu Angriff auf Dorf an der Grenze zum Irak

Beirut/Damaskus - Die syrischen Behörden haben die Mitarbeiter der US-amerikanischen Schule und des US-Kulturzentrums in Damaskus am Montag aufgefordert, das Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen, berichtete der libanesische Rundfunk. Die Aufforderung steht mit einem Angriff der US-Armee in einem syrischen Dorf im Zusammenhang, bei der nach syrischen Angaben am 26. Oktober mehrere Menschen getötet wurden.

Die US-Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu dem Angriff in einem Dorf nahe der Grenze zum Irak geäußert. Bei der Aktion hatten US-Soldaten aus dem Irak nach syrischer Darstellung mit vier Helikoptern die Grenze überflogen und in dem Dorf mehrere Menschen getötet. Nach offiziellen Angaben aus Damaskus wurden acht syrische Zivilisten erschossen.

Anonyme US-Regierungsbeamte sprachen von einer Kommandooperation gegen einen gefährlichen Al-Kaida-Terroristen, der von den Soldaten getötet oder verletzt worden sei. Am vergangenen Donnerstag hatten mehrere zehntausend Menschen in Damaskus gegen den Angriff demonstriert. Zuvor war die Geschäftsträgerin der US-Vertretung in Damaskus, Maura Connelly in das Außenministerium bestellt worden. (APA/dpa)

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