Auf den Hund gekommen

3. November 2008, 19:47
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Irgendwann fällt unweigerlich der Satz: "Ich will ein Haustier" - Papa weiß aber genau, was zu tun ist ...

Irgendwann fällt unweigerlich der Satz: "Ich will ein Haustier." Einen Hund, eine Katze, ein Pferd und so weiter. Da heißt es dann Farbe bekennen - oder die feige Variante wählen: vertrösten. Eine andere Möglichkeit eröffnet das Buch Papa, ich will einen Hund! von Ernst Kahl und Eva Muggenthaler. Der Titel ist Programm, Papa weiß aber genau, was zu tun ist: "Weißt du überhaupt, wie viele Hunderassen es gibt?", fragt er seine Tochter und liefert die Antwort gleich mit: "Dreihundertzehn! Na, dann such dir mal einen aus ..."

So startet das väterliche Verwirrspiel. Seite für Seite werden Hunde vorgestellt, die beiden Buchmacher beschränken sich dabei aber nicht nur auf die verschiedenen Rassen - ein Seehund kommt ebenso vor wie der Kettenhund oder der Schoßhund. Bei so vielen Arten fällt dem Kind die Entscheidung schwer, es disponiert um und will einen Fisch. "Weißt du, wie viele Zierfischarten es gibt?" Das Spiel beginnt erneut. In Versform hanteln sich die Buchgestalter von Tier zu Tier. Bei den Zeichnungen hält man sich nicht an die Einschränkung "naturgetreu" - warum auch? Eher wird versucht, die Eigenarten der Tiere wiederzugeben. Ein Beispiel: "Der Dobermann greift gern mal an. Der Golden Retriever ist ein ganz lieber." Gedacht ist das Buch für Kinder ab dem vierten Lebensjahr. Die große Auswahl an Hunden birgt auch eine Gefahr. Das eigene Kind sagt nämlich dann, wenn eine Entscheidung, etwa zwischen drei Eissorten fällig wäre, nur knapp: "Ich möchte alle!" (Peter Mayr/ DER STANDARD-Printausgabe, 31.10.2008)


Ernst Kahl und Eva Muggenthaler:

"Papa, ich will einen Hund"

17,40 Euro, 48 Seiten

Kein & Aber Verlag, Zürich 2008

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