Unbekannte Merkur-Regionen untersucht

5. November 2008, 13:15
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Beim Vorbeiflug Anfang Oktober hatte die NASA-Sonde "Messenger" zahlreiche Kameras und Instrumente auf den Planeten gerichtet

Weitere, bisher unbekannte Gebiete vom Planeten Merkur hat die NASA-Sonde "Messenger" bei ihrem Vorbeiflug Anfang Oktober enthüllt - dabei haben ihre Kameras mehr als 1.200 Bilder von der Oberfläche des innersten Planeten in unserem Sonnensystem gemacht und u.a. die Topographie des Merkur mit dem Laser-Altimeter gemessen. Die Datenauswertung und der Vergleich mit Daten des Vorbeiflugs im Jänner hätten gezeigt, dass das Magnetfeld des Planeten höchst symmetrisch ist, heißt es von Seiten der US-Weltraumbehörde NASA.

Durch die Kombination der Daten mit jenen vom ersten Vorbeiflug im Jänner dieses Jahres und mit jenen der Mariner 10-Mission "haben wir nun rund 95 Prozent des Planeten gesehen", erläuterte Sean Solomon, Forscher am Carnegie Institution in Washington.

Nachweis von Magnesium

Die dünne Atmosphäre (Exosphäre) des Merkur wurde mit dem Spektrometer an Bord der Sonde untersucht. Der vorläufigen Analyse zufolge ist die räumliche Verteilung von Natrium, Calzium und Magnesium unterschiedlich - Magnesium wurde übrigens zum ersten Mal in der Exosphäre nachgewiesen.

Zur Oberfläche des Planeten fasste Mark Robinson von der Arizona State University in Tempe die vorläufigen Erkenntnisse zusammen: "Anders als beim Mond und Mars hat die Oberfläche des Merkur ein weit homogeneres Alter und ist stärker mit Kratern überzogen. In und zwischen den gewaltigen Einschlagsbecken liegen ausgedehnte, jüngere Vulkanebenen." (dy)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Hunderte neue Bilder hat die NASA-Sonde "Messenger" vom Merkur gesendet (im Bild eine Aufnahme mit Filtern, im sichtbaren und nahen infraroten Lichtspektrum).

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