FP-Kowarik: "Bin in der Politik, weil ich aus dem 15. Bezirk bin"

3. November 2008, 19:18
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FPÖ will Prostituierte und Punks verbannen - Kowarik für Lösung am Stadtrand

Für Dietbert Kowarik ist der Fall klar: "Prostitution in Wohngebieten gehört grundsätzlich verboten. Sie sollte ausschließlich in genau definierten Bereichen am Stadtrand erlaubt sein", sagt der blaue Gemeinderat aus Rudolfsheim-Fünfhaus.

Auch die zweite große Zumutung, die der Burschenschafter im 15. ortet, wäre aus seiner Sicht leicht aus der Welt zu schaffen. "Wir fordern die Verlegung der Pankahyttn. Es war doch von vornherein klar, dass dieses Wahnsinnsprojekt nicht funktionieren kann." Schon im Nationalratswahlkampf machte die FPÖ in Rudolfsheim-Fünfhaus gezielt Stimmung gegen das von der Stadt finanzierte Wohnprojekt für obdachlose Punks. Bis zum nächsten Urnengang - 2010 wählt Wien - wird der Konflikt im 15. wohl weiterköcheln. "Im Gegensatz zur SPÖ nehmen wir die Sorgen der Menschen ernst", sagt der 34-jährige Jurist, der mit 17 der Freiheitlichen Jugend beitrat.

Der Umstand, dass sich Rudolfsheim-Fünfhaus langsam vom tristen Vorstadtbezirk zum lebendigen Stadtteil mit jeder Menge Jungvolk entwickelt, könnte 2010 vor allem der FPÖ und den Grünen nutzen. Beide Parteien konnten zuletzt vor allem junge Wähler mobilisieren. Der 15. ist außerdem jener Bezirk mit dem höchsten Ausländeranteil. "Der Hauptgrund, warum ich für die FPÖ in die Politik gegangen bin, ist der Umstand, dass ich aus dem 15. Bezirk komme", sagt Kowarik. "Man konnte hier immer schon zuschauen, welches Kind in welche Schule geht. Und die SPÖ ignoriert das bis heute." (stem/DER STANDARD-Printausgabe, 04.11.2008)

  • Dietbert Kowarik (FP) ist für eine Lösung am Stadtrand.
    foto: standard/hendrich

    Dietbert Kowarik (FP) ist für eine Lösung am Stadtrand.

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