RZB übernimmt Wiener Hotel Hilton zu 75 Prozent

3. November 2008, 15:53
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Der Deal mit der Soravia Group ist abgeschlossen. Über den Kaufpreisen wird Stillschweigen bewahrt

Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) übernimmt das am Stadtpark gelegene Wiener Hotel Hilton zu 75 Prozent von der vor allem im CEE-Bereich tätigen Unternehmensgruppe Soravia Group. Die restlichen 25 Prozent verbleiben bei der Soravia Privatstiftung. Die Weichen für den Deal seien bereits vor Monaten gestellt worden, nach eingehender Prüfung sei nun der Abschluss erfolgt, so Generaldirektor Walter Rothensteiner in einer Aussendung am Montag. Über den Kaufpreis wurde beiderseitiges Stillschweigen vereinbart.

Die Raiffeisen-Zentrale liegt in unmittelbarer Nähe des Hilton-Komplexes. Auslöser für die Verhandlungen sei der Teilverkauf des Areals zwischen dem Hotel und dem RZB-Headquarter gewesen, wo in den vergangenen beiden Jahren die neue Zentrale der Bankentochter Raiffeisen International errichtet wurde. "Durch den Ankauf des Vienna Hilton sichert sich die RZB den gut gelegenen Standort am Stadtpark langfristig ab", so Rothensteiner.

Raiffeisen sei in den letzten Jahren stark gewachsen und habe entsprechenden Flächenbedarf, hieß es. Laut Aussendung umfasst das Hilton neben 572 Zimmern und Suiten, elf Konferenzräumen und zwei Ballsälen auch rund 4.000 Quadratmeter hochwertige Büroräumlichkeiten. Bereits jetzt habe die RZB Büroflächen dort angemietet.

Das Hotelgewerbe wird durch den Deal aber nicht tangiert: "Mit der Hotelgruppe Hilton gibt es einen langfristigen Pachtvertrag, der den Hotelbetrieb in dieser attraktiven Lage auch in Zukunft ermöglicht", hieß es in der Aussendung. Das Vienna Hilton war seit 2001 im Besitz der Soravia Group. (APA)

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