Rückforderungen nach Rückzug von Mobilfunkstudie angedacht

3. November 2008, 15:51
posten

Überlegungen in Steiermark auf Rückzahlung von Fördermittel für zurückgezogene Studie über Handymasten

Der nunmehr beendete Rechtsstreit zwischen der Mobilkom Austria und dem Salzburger Umweltmediziner Gerd Oberfeld könnte noch Nachwirkungen in der Steiermark haben. Laut dem Büro von Landesrat Helmut Hirt (S) unter Berufung auf Landessanitätsdirektor Odo Feenstra hieß, werde erst einmal die Zustellung der Vergleichsschrift abgewartet. Dann werde man weitersehen, welche Schritte man unternehme. Es könnte auch bis zur Forderung nach Rückzahlung gehen. Aus Landesmitteln sind für die Studie 21.800 Euro geflossen.

Untersuchung zurückgezogen

Der Arzt hatte in der 2007 veröffentlichten Studie im Umkreis einer vermeintlichen Sendeanlage im steirischen Hausmannstätten südöstlich von Graz ein "signifikant erhöhtes Krebsrisiko" festgestellt. Die Mobilkom klagte Oberfeld daraufhin auf Widerruf und Unterlassung, weil sich ihren Angaben zufolge bis 1994 dort keine C-Netz-Sendeanlage befunden habe. Nun hatte der Mediziner die Untersuchung laut Mobilkom zurückgezogen, das gerichtliche Verfahren dürfte damit beendet sein.

Wiedersprüchliche Aussagen

Die von Oberfeld veröffentliche Untersuchung hatte national und international für große Aufregung gesorgt. Seine im Jahr 2005 vom steiermärkischen Gesundheitsressort in Auftrag gegebene Langzeitstudie für den Raum Vasoldsberg/Hausmannstätten bezog sich auf den Zeitraum von 1984 bis 1997, bis 1994 habe es dort aber laut Mobilkom keine Sendeanlage gegeben. (APA)

Share if you care.