Fall Natschläger: Staatsanwaltschaft akzeptiert Urteil

3. November 2008, 15:21
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Drei Monate Haft plus 21 Monate auf Bewährung für tödliche Attacke auf Bezirkspolitiker damit rechtskräftig - 19-Jähriger muss damit nicht zurück ins Gefängnis

Wien - Die Staatsanwaltschaft Wien akzeptiert das Urteil im Fall Natschläger. Ein 19-jähriger Bursch war am vergangenen Donnerstag im Straflandesgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Monaten unbedingter Haft plus 21 Monate auf Bewährung verurteilt worden, weil er am 23. April 2008 in Wien-Währing den Wiener Kommunalpolitiker Gottfried Natschläger (64) mit Gewalt zu Boden befördert hatte, worauf dieser an den Folgen eines Schädelbruchs verstarb.

Wie der Erste Staatsanwalt Wolfgang Swoboda am Montagnachmittag auf APA-Anfrage mitteilte, wird die Staatsanwaltschaft dagegen weder eine Nichtigkeitsbeschwerde noch eine Strafberufung einbringen: "Wir verzichten auf Rechtsmittel."

Der 19-Jährige befindet sich seit Anfang August auf freiem Fuß. Nach dreieinhalb Monaten U-Haft war er bis zur Verhandlung enthaftet worden. Da ihm die U-Haft auf die Strafe angerechnet wird, steht mit dem nunmehr rechtskräftigen Urteil endgültig fest, dass er nicht zurück ins Gefängnis muss. (APA)

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