"Salon Adelheid": Forschungsfragen aus explizit feministischer Perspektive

3. November 2008, 15:34
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Uni Innsbruck präsentiert Diplomarbeiten: Eine thematisiert sozio-ökonomische Integration von türkischen Migrantinnen, die andere feministisch-queere Raumkonstruktionen

Die Veranstaltungsreihe "Salon Adelheid" will feministische Fragestellungen und Forschungsergebnisse der Studierenden der Universität Innsbruck - über den universitären Kontext hinaus - einer frauenbewegungsinteressierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Salon-Besucherinnen sollen Aspekte und Erkenntnisse aktueller feministische Forschungsfelder kennen lernen und miteinander diskutieren.

Der Salon trägt seinen Namen nach Adelheid Schneller, die die erste ordentliche Hörerin an der Universität Innsbruck war. Sie nahm im Wintersemester 1902/03 ihr Geschichte-Studium an der Philosphischen Fakultät auf und promovierte 1907.

Die nächsten Präsentationen im Salon (women only)

  • Donnerstag 11. Dezember, 19.30 Uhr, Ort: ArchFem, Zollerstraße 7, Innsbruck - "Baustelle: Betreten erbeten! Feministisch- queere Raumkonstruktionen am Beispiel von Ladyfest Wien"

Ausgangspunkt der Diplomarbeit von Barbara Maldoner-Jäger bildet die Annahme, dass Raum, Geschlecht und Sexualität gesellschaftliche Konstruktionen und Strukturkategorien bilden, die sehr eng verwoben sind und sich- zumindest bis zu einem bestimmten Grad- gegenseitig bedingen und stabilisieren. Am Beispiel von feministisch queeren Raumproduktionen wird dieser konstruktive Charakter exemplarisch aufgezeigt, wobei auch der Frage nachgegangen wird, welche Möglichkeiten der Veränderung und Verschiebung auszumachen sind. Als konkretes Beispiel bezieht sich die Verfasserin auf Ladyfest Wien. Die Diplomarbeit wurde im Rahmen des Studiums der Erziehungswissenschaften verfasst. Maldoner-Jäger war in unterschiedlichen feministischen Zusammenhängen aktiv, u.a. im Projekt "Radikales Nähkränzchen". (red)

Links

Das ArchFem ist ein feministisches Projekt, das mit der Archivierung von Materialien zur FrauenLesbenBewegungsgeschichte in Tirol dem gesellschaftlich-kollektiven Vergessen entgegenwirkt und das Wissen und Handeln von Frauen sichtbar macht.

Bereich Gender Studies an der Universität Innsbruck

  • Bild aus einer Ausstellung von Maria Hahnenkamp, die sich der Themen Emanzipation, Feminismus und Körperlichkeit angenommen hat.
    Foto: APA/SALZBURGER KUNSTVEREIN

    Bild aus einer Ausstellung von Maria Hahnenkamp, die sich der Themen Emanzipation, Feminismus und Körperlichkeit angenommen hat.

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