11.000 Anrufe bei PVA wegen Einmalzahlung

3. November 2008, 14:55
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Pensions-Paket löst Verwirrung aus - Empörung über Steuerabgabe bei Einmalzahlung

Wien - Das vor den Wahlen beschlossene Pensionspaket sorgt für Verwirrung unter den Pensionisten. Rund 11.000 Betroffene suchten vergangene Woche bei einer eigens eingerichteten Hotline der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) Rat, wie diese am Montag gegenüber der APA angab. Auslöser war primär die Einmalzahlung bis zu 150 Euro, die die Senioren zusätzlich zu ihrer normalen Oktober-Pension erhalten haben. Besonders überrascht zeigen sich die meisten Anrufer darüber, dass durch diverse Abgaben oft bis zu einem Drittel weniger als der kommunizierte Betrag auf ihrem Konto landet.

Bei der von der scheidenden Regierung beschlossenen Finanzhilfe zur Teuerungsabgeltung in der Höhe von bis zu 150 Euro handelt es sich um den Brutto-Betrag. Wegen des Steuerabzugs erhalten die Pensionisten oft bis zu einem Drittel weniger, als sie sich eigentlich erwartet haben. Besonderen "Erklärungsbedarf" gebe es gegenüber Klein-Pensionisten, die normalerweise unter der Steuergrenze liegen und aufgrund des zusätzlichen Geldes plötzlich steuerpflichtig werden, hieß es seitens der PVA. Auch seien viele der Meinung, bei dem Zusatzbetrag handle es sich bereits um die Pensionserhöhung.

Ab Anfang dieses Monats werden die Pensionen nach dem Pensionistenpreisindex von 3,4 Prozent erhöht. Dieser Wert gilt bis zu einer Pensionshöhe von 2.412 Euro, darüber gibt es einen Fixbetrag von 82 Euro. Von der Pensionserhöhung sowie weiteren beschlossenen Änderungen, wie etwa der Pflegegelderhöhung sind rund 1,9 Millionen Pensionisten betroffen, von der Einmal-Hilfe rund 96 Prozent der Pensionsbezieher. (APA)

Info

Das Call-Center der PVA ist unter der Telefonnummer 050303/27777 zu erreichen. Noch bis Ende November steht die Hotline zur Verfügung.

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