Linus Torvalds unterstützt Barack Obama

3. November 2008, 14:31
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Schaffe es auch die andere Seite zu verstehen und sich jenseits von Schwarz/Weiß-Denken zu halten - Zieht Parallelen zur freien Softwarewelt

In den USA gehört es zur Praxis, dass prominente Persönlichkeiten und Organisationen vor einer Wahl ganz offiziell ihr Unterstützung für einen Kandidat oder eine Kandidatin kundtun. Ein solches "Endorsement" kommt nun auch von einer der prominentesten Figuren in der Open Source Welt: Linux-"Erfinder" Linus Torvalds ruft in seinem Weblog offen zur Wahl des Kandidaten der Demokraten, Barack Obama, auf.

Sichtweise

Er schätze es besonders, dass Obama dazu fähig ist, auch auf die Gegenseite einzugehen und deren Sichtweise zu verstehen - sei es in Fragen der Religion, oder auch bei internationalen Beziehungen. Von jenen, die die Welt in Schwarz und Weiß eingeteilt haben, und sich gar nicht ernsthaft für das Gegenüber interessieren, sei in der Geschichte noch nie etwas Positives gekommen.

Opposition

Es sei auch ein Unterschied, ob man leidenschaftlich für oder gegen etwas sei, zieht Torvalds Parallelen zur freien Softwarewelt. So äußere er sich bewusst nur selten zu Microsoft, da er die verbreitete Auffassung, dass Linux "Anti-Microsoft" sei, für grundlegend falsch halte. Siebzehn Jahr an Entwicklung und die zugehörigen Entscheidungen ließen sich einfach nicht mit Hass und Angst erreichen.

GPLv3

Eine Position aus der er auch seine Ablehnung gegenüber der GPLv3 begründet. Viel zu viele der darin getroffenen Entscheidungen seien nicht durch den Willen freie Software zu verbessern begründet, sondern durch die Ablehnung anderer Ansätze. (red)

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